So wird man FIFA-18-Weltmeister
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Die deutsche FIFA-Szene hat einen neuen Aufreger. Lukas "Sakul" Vonderheide verliert wohl absichtlich gegen seinen Teamkollegen Matthias "STYLO" Hietsch.

Für die Profis in FIFA 18 steht mit dem zweiten FUT Champions Cup im April die nächste Offline-Chance zur WM-Qualifikation an. Über die Weekend League mussten sich die Spieler online im kompletten Februar unter die besten 64 ihrer Konsole vorkämpfen. Dabei sind jedes Wochenende 40 Spiele zu absolvieren.

Für Lukas "Sakul" Vonderheide vom FOKUS Clan eine anstrengende Zeit, denn er spielt auf der Xbox One und der PlayStation 4 mit. Auf ersterer Konsole holte er im Februar insgesamt 157 Siege, was ihm Platz neun weltweit einbrachte. Doch das Problem, mit dem er sich nun konfrontiert sieht, ist eine bestimmte Niederlage auf der PS4.

Hier schießt Sakul ein Eigentor im Spiel gegen seinen Teamkameraden © Twitch

Hertha-Coach bestreitet Beteiligung

Angeblich verlor "Sakul" absichtlich ein Spiel gegen seinen Teamkameraden Matthias "STYLO" Hietsch. Ein Clip vom Stream Vonderheides zeigt seine Partie gegen STYLO. Direkt nach dem Anstoß schießt er ein Eigentor und gibt daraufhin das Match über das Menü auf.

Brisant: Sein Teamkollege durfte sich keine Niederlage mehr in der Weekend League erlauben. Eben das wusste Sakul auch. Gegenüber der Bild bestreitet Hietsch aber eine Beteiligung: "Was mein Gegner macht, darauf kann ich keinen Einfluss nehmen. Was Sakul gemacht hat, dazu nehme ich keine Stellung. Ja, da haben wir telefoniert. Aber ich habe auf Sakuls Frage, wie es steht, nur gesagt, ich stehe 33:2. Dann hat er aufgelegt."

Durch Schummelei Chance auf WM-Quali

Der Betroffene selbst wollte kein Statement abgeben. Sein Team FOKUS Clan erklärte auf SPORT1-Anfrage: "Wir legen viel Wert auf Fairness und Fairplay und sind gegen jegliche Art von Wettbewerbsverzerrung. Dies kommunizieren wir auch klar an unsere Spieler. Zudem sind genau diese Themen Bestandteil unserer Spielerverträge."

Die Entscheidung, das Spiel zu schieben, sei aus "Unerfahrenheit, Spontanität und Goodwill gegenüber einem Teamkollegen geschehen", habe aber im professionellen eSports nichts zu suchen, dessen sei sich Vonderheide bewusst. Als Konsequenz werde die Führung den aktuell bestplatzierten Akteur nicht zum FUT Champions Cup schicken. 

Lukas "Sakul" Vonderheide bleibt damit keine Chance auf das Preisgeld im April, die WM-Qualifikation sicherte er sich aber schon beim letzten Event in Barcelona.

Am Ende hat das betroffene Spiel für Matthias "STYLO" Hietschaber nicht zur Qualifikation gereicht. Hietsch, der nebenbei Coach bei der eSport-Akademie von Hertha BSC ist, beendete den WL-Februar auf Rang 68 weltweit und verfehlte das Turnier zur WM-Quali damit um vier Plätze. Nur über ein Nachrückerverfahren hätte er noch eine Chance.

Spieler, die in beiden Konsolen in den Top-64 sind, werden vor Ort nur auf ihrer besseren Konsole spielen. Michael "MegaBit" Bittner vom VfL Bochum qualifizierte sich auf beiden Konsolen, wird aber nur auf der Xbox spielen dürfen. Somit fällt er schon bei den PS4-Teilnehmern raus, gleiches gilt für Sakul. Es besteht also weiter die Chance, wenn noch Gamer abspringen, dass STYLO zur FIFA-WM fahren darf.

Dieser Skandal reiht sich ein in einen Chaos-Monat für das Vorzeigeprodukt von EA, die Weekend League. Bereits in den vergangenen Wochen schummelten sich diverse Spieler in der Rangliste nach oben, indem sie einen Spielfehler ausnutzten und guten Gegner aus dem Weg gingen.

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