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SK Telecom T1 hat Huni als neuen Top-Laner offiziell verpflichtet. Der 18-Jährige wechselt damit aus Nordamerika in sein Heimatland Südkorea.

Das Wechselkarussell in der Off-Season kommt nicht zum Stillstand. Weltmeister SK Telecom T1 hat nach der Verpflichtung von Peanut einen weiteren Neuzugang vorgestellt: Top-Laner Huni wechselt von Immortals zur erfolgreichsten Organisation in der Geschichte von League of Legends. Sein Vorgänger Duke und Jungler bengi hatten SKT Ende November verlassen.

Debüt bei Fnatic

Als Fnatic den Südkoreaner Ende 2014 als neuen Top-Laner vorstellte, waren viele Fans und Experten überrascht. Huni war zum damaligen Zeitpunkt ein unbeschriebenes Blatt in der Profiszene und jegliche ohne Erfahrung auf der Bühne.

Zudem waren seine Englischkenntnisse, die mittlerweile für Interviews mehr als ausreichend sind, nicht gut. Schnell spielte sich Huni in die Herzen der Fnatic-Fans. Der meistens sehr fröhliche Südkoreaner stieg rasch zum besten Top-Laner Europas auf und hatte großen Anteil daran, dass sein Team beide LCS-Splits gewinnen konnte.

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Im Summer Split 2015 überstand Fnatic die reguläre Saison der EU LCS sogar ohne eine einzige Niederlage und erreichte bei der Weltmeisterschaft das Halbfinale.

Enttäuschende Playoffs mit Immortals

Nach seinem ersten Profijahr bei Fnatic wechselte Huni gemeinsam mit Reignover nach Nordamerika zu Immortals. Der Hype um das Lineup war groß und während der regulären Saison lieferten die Spieler auch. Immortals beendete diese auf Platz eins mit nur einer einzigen Pleite.

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In den Playoffs scheiterte das Team allerdings direkt an Team SoloMid. In der regulären Saison des Summer Splits belegte IMT den zweiten Platz und verlor nur zwei von 18 Best-of-Three-Serien, doch erneut gelang der Sieg im Halbfinale der Playoffs nicht.

Das 1:3 gegen Cloud9 im letzten Match der nordamerikanischen Regional Finals bedeutete, dass eine erneute Qualifikation für die WM mindestens bis 2017 warten muss.

Problempunkt: Mentale Schwäche

In seinen zwei Jahren in der EU und NA LCS wurde deutlich, dass Huni in Drucksituationen mental kollabieren kann, wenn es nicht gut läuft. Dies zeigte sich besonders deutlich 2015 im WM-Halbfinale gegen die KOO Tigers, als sein direkter Gegenspieler Smeb den damaligen Fnatic-Spieler deklassierte.

Der erfahrene Coaching-Staff des Weltmeisters könnte Huni in dieser Hinsicht weiterhelfen, um aus ihm einen kompletteren Spieler zu machen. Sollte dies gelingen, könnte der talentierte Top-Laner den Fans von SK Telecom T1 noch viel Freude bereiten.

Zudem stellt sich die Frage, wie das Gold in Zukunft verteilt werden soll. Mit Faker, Bang, Peanut und Huni sind vier Spieler im Lineup, die gerne einen größeren Anteil für sich beanspruchen. Lediglich Faker und Bang haben bisher gezeigt, auch mit wenigen Ressourcen auskommen zu können. Dies könnte für Coach kkOma und seine Kollegen ein weiteres Problem sein, das es zu lösen gilt.

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