vergrößernverkleinern
Eintracht Braunschweig v 1. FC Union Berlin - Second Bundesliga
Eintracht Braunschweig v 1. FC Union Berlin - Second Bundesliga © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Braunschweig - Braunschweig stößt das Tor zur Bundesliga weit auf. Die Eintracht gewinnt den Aufstiegskracher gegen Union Berlin. Den Eisernen bleibt kaum Hoffnung.

Eintracht Braunschweig darf von der Rückkehr in die Bundesliga träumen, Union Berlin dagegen muss seine Hoffnungen fast begraben. 

Nach einer 1:3 (0:1)-Niederlage bei den Niedersachsen sind die Aufstiegschancen der Gäste nahezu auf den Nullpunkt gesunken. Braunschweig hingegen verdrängte den punktgleichen Nordrivalen Hannover 96 dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz von Platz zwei.

"Wir wissen alle genau, wie der Fußball sein kann. Von daher freue ich mich über die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben heute gesagt, wir wollen nicht locker lassen, wir wollen dranbleiben an den beiden Mannschaften da oben", sagte Braunschweig-Trainer Torsten Lieberknecht bei SPORT1

Anzeige

"Wie mental stark meine Spieler das heute umgesetzt haben, das freut mich am meisten."

Union hat als Vierter vor den letzten beiden Spieltagen sechs Punkte Rückstand auf Relegationsrang drei. (Tabelle der 2. Bundesliga)

Trainer Jens Keller hakte den Aufstieg schon ab. "In der Vorrunde haben wir sieben Punkte gegen die Mannschaften (Hannover, Stuttgart und Braunschweig, Anm. d. Red.) geholt. Jetzt haben wir null geholt. Dann ist das sicher zu wenig, um aufzusteigen", sage Keller bei SPORT1.

Reichel mit Doppelpack

Vor 23.225 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Hamburger Straße war Ken Reichel der Braunschweiger Matchwinner.

Der Mannschaftskapitän traf in der sechsten und 64. Minute. Der Anschlusstreffer gelang dem eingewechselten Maximilian Thiel (65.), der seinen ersten Einsatz seit Februar 2016 absolvierte.

"Wir freuen uns riesig über diesen Heimsieg", sagte Reichel. "In der Höhe war es ein verdienter Sieg für uns. Für uns spricht, dass wir den Aufstieg selber in der Hand haben."

In der 75. Minute stellte Domi Kumbela mit seinem zwölften Saisontor den alten Abstand wieder her. Für die Gastgeber war es der erste Sieg in dieser Spielzeit gegen eine Top-4-Mannschaft - und vielleicht der Wichtigste. (TICKER zum Nachlesen)

Wenig Gefahr ohne Polter

Die zuletzt auswärtsschwachen Berliner schüttelten den Schock des schnellen Rückstandes zwar schnell ab, Druck entwickelten sie aber nur bis zum Braunschweiger Strafraum. In unmittelbarer Tornähe wurde der rotgesperrte Sebastian Polter schmerzlich vermisst.

Dabei wirkte die Hintermannschaft der Gastgeber nicht immer sattelfest, Joseph Baffo konnte den gelbgesperrten Abwehrchef Saulo de Carli nicht immer adäquat ersetzen. Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht zuckte mehrfach bei ungestümen Aktionen Baffos zusammen. (Spielplan und Ergebnisse)

Aber auch Braunschweig sorgte insbesondere in der ersten Halbzeit nur durch Fernschüsse für Gefahr. Gefordert war Eintracht-Torhüter Jasmin Fejzic in der 22. Minute in einer Eins-zu-Eins-Situation gegen Simon Hedlund.

Gelb-Rote Karte schwächt Union

Nach dem Seitenwechsel warf eine ungestüme Aktion von Roberto Puncec Berlin weiter zurück. Der gelbbelastete Innenverteidiger sah nach einer ungeschickten Attacke in der Nähe des Mittelkreises durch Schiedsrichter Tobias Stieler aus Hamburg zu Recht die Gelb-Rote Karte.

"Es war natürlich sehr entscheidend. Da wird es unheimlich schwer hier, aber da darf er in dieser Situation sicher nicht so hingehen", sagte sein Trainer über die Aktion.

Folgerichtig verlagerte sich das Spielgeschehen nach einer knappen Stunde mehr und mehr in die Hälfte der Berliner, das 2:0 war die fast logische Folge. Aber der rasche Anschlusstreffer beließ die Spannung in der Partie, ehe Kumbela alles klar machte.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image