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Vor dem Heimspiel gegen Mainz 05 spricht Schalkes Trainer David Wagner über den Saisonstart, und die Gründe für die Kapitäns-Ernennung des jungen Alexander Nübel.

Schalkes Coach David Wagner hat sich gegenüber DAZN und SPOX zum Saisonstart auf Schalke und dem Wirbel um Clemens Tönnies geäußert. Außerdem nannte er seine Beweggründe, für die Ernennung Alexander Nübels zum Kapitän.

Nach dem 5:1-Kantersieg beim SC Paderborn stehen die Schalker auf einem guten 6. Tabellenplatz mit 7 Punkten aus 4 Spielen. Das "System-Wagner" mit dem frühem Gegenpressing war gegen Paderborn schon gut erkennbar. Trotzdem bleibt Wagner bescheiden.

Wagner: "Mannschaft auf gutem Weg"

"Wir sind mit einer klaren Idee angetreten und haben eine total offene und willige Mannschaft vorgefunden. Die neue Sachen angehen will und sich darauf einlässt," lobte er seine Mannschaft, schränkt aber ein: "Wir sind ganz weit weg davon zu sagen, es läuft alles wie geschmiert."

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Wagner sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. "Allerdings ist dieser Weg noch lang, wir haben lediglich die ersten Schritte gemacht." Gegen den FSV Mainz 05 soll mit dem Heimsieg der nächste Schritt gelingen (Bundesliga: FC Schalke 04 - FSV Mainz 05, JETZT  im LIVETICKER)

Wagner will Teamplayer sehen

Um weitere Schritte zu machen, stellt Wagner das Gruppengefüge in den Mittelpunkt. "Es geht nichts drüber. Das ist es, was eine Mannschaft trägt. Jeder muss sich für alles verantwortlich fühlen, keiner kann sich rausnehmen."

Den Verein Schalke 04 begeistert David Wagner. Diese Lust erwarte er auch von seinen Spielern. 

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Jemand, der diese Lust vorbildlich verkörpert, ist laut Wagner sein Torhüter und Kapitän Alexander Nübel. "Ich habe mich für Alex als Kapitän wegen seiner Sozialkompetenz entschieden, weil er sportlich unumstritten ist und ein schlauer, intelligenter junger Mann ist."

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Hintergedanke Wagners war der, Strukturen aufzubrechen und neuen Spielern Verantwortung zu geben. Es seien alle glücklich mit der Entscheidung.

Europapokal noch unrealistisch

Bei Fragen zur Zielsetzung Europapokal blockte der Ex-Huddersfield-Coach ab: "In dieser Saison ist das ein unrealistisches Ziel. Während meiner Vertragslaufzeit stelle ich mich diesem Ziel aber. Der FC Schalke muss diesen Anspruch haben."

Wagner, der als Spieler mit Schalke 1997 den UEFA-Cup gewann, erklärte: "Die fetten Jahre sind vorbei, in denen man finanziell eher im oberen Drittel der Bundesliga angesiedelt war. Diese Möglichkeiten hatten wir nicht und werden sie wohl auch in den kommenden Transferfenstern nicht haben. Wir müssen also kluge Entscheidungen treffen."

Neben gelegentlichen finanziellen Schwierigkeiten gibt es aber noch ein anderes Problem.

David Wagner erfuhr schon vor seinem ersten Pflichtspiel, dass Trainer der Königsblauen schnell mit dem Umfeld auf Schalke zurecht kommen müssen. Zu den verbalen Entgleisungen des Aufsichtsratvorsitzenden Clemens Tönnies beantwortete der Coach gefühlt mehr Fragen, als zu seinem Kerngebiet Fußball.

Wagner gibt zu, dass das nicht gerade ideal für den Start war: "Uns als Verein hat das nicht geholfen, aber es ist gut, dass es thematisiert und aufgearbeitet wurde", sagte Wagner.

"Beim FC Schalke wird diese Lawine, die dann entsteht, vielleicht ein bisschen größer als bei einem anderen Verein. Das ist das, was Klubs dieser Größe und Wucht dann ausmacht.“

Vor dem Spiel gegen Mainz 05, will sich Wagner nicht auf die Tabelle sondern nur auf das nächste Spiel konzentrieren: "Wir treffen auf eine Mannschaft die insbesondere in der Offensive extrem viel Wucht hat, die gut auf zweite Bälle agiert", analysierte der studierte Gymnasiallehrer.

Auch auf die Fans hofft Wagner nach den positiven Ergebnissen: "Wir müssen mit unserer Leistung dafür sorgen wollen, das hier eine Atmosphäre herrscht, an die sich jeder nach dem Spiel erinnert."

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