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München - Wolfsburgs Trainer Valerien Ismael zeigt sich nach der Pleite beim FCB von der Debatte um den verbannten Julian Draxler genervt - und spricht über Luiz Gustavos Krise.

Wolfsburgs Trainer Valerien Ismael hat sich nach der 0:5-Klatsche des VfL bei Bayern München von der Debatte um den kurzfristig aus dem Kader gestrichenen Nationalspieler Julian Draxler genervt gezeigt.

Draxler-Comeback nicht ausgeschlossen

"Ich will diese Thematik nicht immer wieder auf dem Tisch haben", sagte Ismael: "Letzte Woche gegen Berlin haben wir mit Vieirinha einen Europameister nicht in den Kader genommen", merkte der 41-Jährige an - und das habe damals niemanden interessiert.

Eine Rückkehr des verbannten Nationalspielers in den Kader beim nächsten Spiel gegen Frankfurt am Samstag (ab 18.30 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) wollte Ismael nicht komplett ausschließen: "Das war eine Entscheidung für dieses Spiel. Nächste Woche startet eine neue Trainingswoche und da hat er wieder die Möglichkeit, sich anzubieten."

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Gustavo in einer Formkrise

Beim Spiel gegen den neuen Tabellenführer aus München saß auch Luiz Gustavo nur auf der Bank, unter Dieter Hecking noch ein absoluter Führungsspieler. Ismael attestierte dem 39-maligen brasilianischen Nationalspieler eine "Formschwäche, die eindeutig ist und die er auch selber merkt".

Dennoch habe man einen sehr respektvollen Umgang miteinander. "Luiz versucht immer, sich rauszukämpfen. Das ist ein Weg für ihn, sich sein Selbstvertrauen, seine Fitness und seine Motivation zurückzuholen."

"Müssen Sieg erzwingen"

Der seit November fest verpflichtete VfL-Trainer gab auch gleich die Marschroute für den Auftritt gegen die Frankfurter Eintracht vor: "Wir müssen mehr laufen, mehr kämpfen und einfach mehr machen, um einen Sieg auch zu erzwingen."

Ismael nahm sich allerdings auch selbst in die Pflicht. "Ich stehe auch jeden Morgen auf und frage mich, was da los ist. Es ist meine Aufgabe, die Spieler wieder zu motivieren", betonte der VfL-Coach.

Das sei zwar eine schwere Arbeit, aber trotzdem eine, die man liebt und gerne macht. "Momentan sehe man eben die unschöne Seite der Medaille in diesem Beruf", gab Ismael zu bedenken.

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