Neururer knöpft sich Goretzka-Hater vor
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Bochum und München - Peter Neururer hat kein Verständnis für die Aussagen von Clemens Tönnies gegenüber Leon Goretzka und rechtfertigt den Wechsel seines einstigen Schülers.

Der Wechsel von Leon Goretzka zum FC Bayern schlägt weiter hohe Wellen.

Jetzt hat sich auch sein erster Profi-Trainer beim VfL Bochum, Peter Neururer, zu Wort gemeldet und die jüngsten Aussagen von Schalke-Boss Clemens Tönnies scharf kritisiert.

"Die Aussage von Clemens Tönnies als Aufsichtsratvorsitzender ist für mich einfach nicht tragbar. Er mischt sich in ganz klare, sportliche Belange ein. Diese Aussagen hätten, wenn überhaupt, von Christian Heidel oder vom Trainer kommen können oder müssen", sagte Neururer bei SPORT1.

Tönnies hatte kurz nach der Bekanntgabe des Goretzka-Wechsels deutliche Worte in Richtung des Nationalspielers verloren.

"Meine erste Reaktion war: Du solltest das Trikot von Schalke 04 nicht mehr tragen. Ich bin emotional aufgeladen. Wir haben alles getan, um ihn zu halten, sind an unsere Grenzen gegangen", sagte Tönnies bei Sky.

Pfiffe und Schmährufe "unmöglich"

"Er hat damit Leon Goretzka praktisch dem Publikum zum Fraß vorgeworfen", sagte Neururer nun. Auch die Reaktionen einiger Schalke-Fans gegenüber Goretzka kann der SPORT1-Experte nicht nachvollziehen.

"Ich habe absolutes Verständnis dafür, dass ein Schalke-Fan natürlich tief enttäuscht ist, keine Frage. Das tut auch mir als Schalke-Mitglied sehr weh", meinte Neururer. Die Pfiffe und Schmährufe seien allerdings "unmöglich".

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"Das machen diejenigen, die rein emotional vielleicht abhängig vom Verein sind und ihn unterstützen wollen, die Hintergründe aber nicht kennen", erklärte der 62-Jährige, der Goretzka 2012 aus der Jugend zu den Profis von Bochum befördert hatte.

"Leon wird bis zum Ende alles für Schalke geben"

"Der Wechsel ist doch eine ganz normale Geschichte", betonte Neururer.

"Wenn ein deutscher Nationalspieler die Möglichkeit hat zu Bayern München zu wechseln, von welchem Verein auch immer, und selbst ein gewisses Empfinden hat für seine eigene Leistungsfähigkeit, muss er das machen. Finanzielle Gründe spielen dabei überhaupt keine Rolle."

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Goretzka erhält beim Rekordmeister einen Vertrag bis 2022, der ab 1. Juli in Kraft tritt.

Sein einstiger Förderer ist sich sicher, dass der 22-Jährige bis dahin nur an das Wohl von Königsblau denkt: "Leon ist ein tadelloser Profi und einer, der mit hundertprozentiger Sicherheit bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit alles für Schalke geben wird."

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