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Oliver Bierhoff ist seit 2004 Manager der deutschen Nationalmannschaft
Oliver Bierhoff ist seit 2004 Manager der deutschen Nationalmannschaft © Getty Images
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Nach dem Wechsel von Leon Goretzka nach München streiten Oliver Bierhoff und Schalke öffentlich. Der DFB-Manager versucht, seine Kritik zu erklären.

Die Diskussion um den Wechsel von Leon Goretzka vom FC Schalke zum FC Bayern geht in die nächste Runde.

Nachdem Klub-Manager Christian Heidel und Schalke-Boss Clemens Tönnies den Wechsel des 22-Jährigen verurteilt hatten, war DFB-Manager Oliver Bierhoff dem Nationalspieler zur Seite gesprungen und hatte dabei mit dem Wunsch nach der Champions League argumentiert.

Die Aussagen von Bierhoff waren den Schalkern übel aufgestoßen. "Das heißt ja im übertragenen Sinne, dass jeder deutsche Nationalspieler zu Bayern München wechseln muss, weil das eigentlich der einzige Verein ist, der Garantie gibt", hatte Heidel gekontert. 

Bierhoff ordnet ein

Nun meldete sich DFB-Manager Bierhoff erneut zu Wort, der Schalke-Manager habe ihn missverstanden. "Die Aussage von Christian Heidel impliziert, dass ich Schalke nicht die Champions League zutraue", so Bierhoff in der WAZ, "das war nicht meine Absicht. Schalke macht eine super Arbeit."

Er habe sich überhaupt nur in die Diskussion eingemischt, weil er dem 22-Jährigen nach der heftigen Kritik an dessen Person zur Seite stehen wollte. "Leon Goretzka war auf Schalke angegriffen worden und stand mit dem Rücken zur Wand", sagte Bierhoff.

"Es gehört zu meinen Aufgaben, die Nationalspieler zu schützen. Ich will schon mit Blick auf die WM, dass Leon mit Selbstvertrauen und guter Energie zu uns kommt."

Jedoch habe ein Spieler mit dem FC Bayern "immer die größten Chancen in der Champions League".

Heidel ärgert sich über Bierhoff

Heidel hat zu den Ansichten von Bierhoff eine klare Meinung. "Ich finde, dass der Manager der Fußball-Nationalmannschaft objektiv sein muss. Seine Aussagen haben mir nicht gefallen", kritisierte der 54-Jährige und ergänzte: "Mir hat auch nicht gefallen, was Bierhoff von uns fordert und welche Verantwortung wir haben. Das steht ihm nicht zu."

Den Bundestrainer Joachim Löw nimmt Heidel unterdessen aus der Schusslinie: "Es muss niemand glauben, dass Jogi Löw Leon zu dem Schritt, zu den Bayern zu gehen, geraten hat. Er hat mir auch bestätigt, dass er im Sommer einen anderen Kenntnisstand hatte."

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