Stöger und Schmelzer schwärmen von Reus
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Dortmund - Nach langer Verletzungspause zeigt Mittelfeldspieler Marco Reus bei Borussia Dortmund wieder starke Leistungen und liefert beste Argumente für Vertragsgespräche.

Es sind schon mehr als beeindruckende Zahlen, die Marco Reus  am vergangenen Wochenende mit seinem Treffer gegen RB Leipzig lieferte: Der 28-Jährige hat nach seinem Comeback vor vier Wochen in den letzten drei Bundesligaspielen getroffen. Das gelang dem Nationalspieler zuletzt im Herbst 2015.

Eine weitere grandiose Statistik: Reus hat nach dem Tor gegen Leipzig nun gegen alle 18 Bundesligaklubs getroffen. Das schafften vor ihm nur Robert Lewandowski und Mario Gomez.

Zahlen wie diese beweisen wie wichtig Reus für Borussia Dortmund ist. Der Kapitän hievt die in dieser Saison immer wieder lahmende BVB-Offensive auf ein neues Niveau - und das obwohl er nach achtmonatiger Verletzungspause sicher noch nicht wieder in Topform ist.

Rechtzeitig zum Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Salzburg in der UEFA Europa League (19 Uhr im LIVETICKER, Highlights ab 23 Uhr im TV auf SPORT1) können die Borussen wieder auf ihren Superstar zählen.

"Er macht uns in der Offensive ein gewaltiges Stück besser. Marco hilft dem Ballführenden enorm weiter, egal ob er dann selbst den Ball bekommt oder nur einen Raum durch seinen Laufweg öffnet", schwärmt sein Mitspieler Marcel Schmelzer bei SPORT1.

SPORT1 überträgt das Achtelfinalhinspiel von RB Leipzig in der UEFA Europa League am 8. März gegen Zenit St. Petersburg sowie das Rückspiel des BVB beim FC Salzburg am 15. März 2018 jeweils ab 21.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 (Der Countdown zur besten UEFA Europa League aller Zeiten beginnt bereits ab 19 Uhr). Ausführliche Highlights der übrigen Spiele sind jeweils ab 23 Uhr zu sehen.

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Reus macht den Unterschied

"Er ist ein Spieler, der das Niveau jeder Mannschaft hebt", schwärmte Trainer Peter Stöger am vergangenen Wochenende. "Man ist nicht wahnsinnig intelligent, wenn man sagt, dass er ein außergewöhnlicher Spieler ist, der, wenn er fit ist und Rhythmus hat, in jedem Spiel einen Unterschied ausmachen kann!"

Solche "Unterschiedsspieler" haben dem BVB zuletzt gefehlt: Nach dem Abgang von Ousmane Dembélé im vergangenen Sommer und Pierre-Emerick Aubameyang im Winter fiel der schwarzgelbe Sturm zuletzt immer seltener durch absolute Kreativität und Torgefahr auf.

Christian Pulisic steckt in einer Schaffenskrise, Andre Schürrle und Mario Götze kämpfen sich langsam wieder an ihr Leistungsniveau heran, Michy Batshuayi tut sich nach überragenden ersten Auftritten etwas schwerer.

Reus hingegen, so wirkt es, kommt auf einem ganz anderen Level daher. Seine Polyvalenz verschafft Trainer Stöger deutlich mehr Möglichkeiten in der Offensive: Der BVB-Superstar kann als Zehner, rechter oder linker Flügelstürmer auflaufen - und auch ohne Probleme die zweite Spitze geben.

"Wir wissen alle, wie wichtig Marco für die Mannschaft ist", freut sich Schmelzer: "Wir haben sein Comeback herbeigesehnt. Marco hilft der Mannschaft enorm, er ist immer anspielbar."

Dazu kommt: Reus’ Tempo, seine individuelle Klasse und sein Gespür für die richtigen Räume und Ideen beleben das Offensivspiel maßgeblich. Ist der Nationalspieler am Ball, wird es fast immer gefährlich. "Seine Qualität ist außergewöhnlich! Wenn Marco verletzungsfrei bleibt, ist er einer der Besten", lobte Mitspieler Maximilian Philipp in Leipzig.

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Rückkehr zur helfenden Hierarchie

Der Stellenwert des Nationalspielers lässt sich allerdings nicht nur auf dem Platz bemessen: Mit Reus kehrt auch einer der wenigen Führungsspieler in den BVB-Kader zurück. Eine nicht zu unterschätzende Tatsache, wurden dem Team vor allem in der Hinrunde doch immer wieder fehlende Hierarchien vorgeworfen.

Reus’ Wort hat Gewicht in der Kabine. Der 28-Jährige ist nicht umsonst BVB-Kapitän, vor allem junge Spieler schauen zu ihm auf. Schon vor Wochen gab aber auch Stöger zu erkennen, dass er immer wieder das Gespräch mit seinem Topstar suche. Er erlebe Reus immer sehr reflektiert und ehrlich, erklärte der Trainer damals.

Dazu passt, auch dass sich Reus nach seinem Comeback nicht unter Druck setzen will: "Ich freue mich, dass ich wieder da bin. Der Rest kommt von alleine", sagte er zuletzt. "Bis ich am Optimum bin, das wird noch dauern."

Reus weiß: Nur wenn er gesund bleibt, wird er sich seinen wohl größten Traum endlich erfüllen können - die Weltmeisterschaft in Russland. Es wäre sein erstes großes Turnier seit sechs Jahren.

Bestätigt er seine aktuelle Form und baut diese durch mehr Wettkampfpraxis noch aus, würde er wohl nicht nur den BVB auf ein neues Niveau hieven, sondern auch die Nationalmannschaft.

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