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Mit Ralf Fährmann äußert sich ein Teamkollege zu Max Meyers Suspendierung. Der Keeper bestreitet die Mobbing-Vorwürfe und will über Meyers Absicht nicht spekulieren.

Der "Fall Max Meyer" hält Schalke 04 weiter in Atem. Nun äußerte sich mit Ralf Fährmann erstmals ein Mitspieler zur Suspendierung des Mittelfeldspielers.

"Max kommt aus der eigenen Jugend und hat viel für Schalke getan. Deshalb ist es sehr schade, dass es so auseinander geht", bedauert der Keeper die Entwicklungen der vergangenen Tage. "Als Typ und Mensch hätte Max etwas Besseres verdient. Aber die Sache ist, wie sie ist und lässt sich nicht mehr rückgängig machen." (Meyers Spind schon ausgeräumt?)

Die von Meyer erhobenen Mobbing-Vorwürfe seien nicht nachvollziehbar, stellt Fährmann klar. "Ich weiß nicht, wie und wann die Aussage getätigt wurde - und aus welcher Emotion heraus. Aber Mobbing war das aus unserer Mannschaft auf gar keinen Fall. Wenn Max das Interview noich einmal liest, dann müsste er darüber schmunzeln."

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"Haben ganz normalen Kontakt"

Um nicht den Fokus im Saisonfinale zu verlieren, müsse das Team "versuchen, das Kapitel abzuhaken", Fährmann: "Auch wenn wir mit Max befreundet sind und zusammen viel erlebt haben müssen wir Profis genug sein, um wieder zum Alltag zurückzukehren."

Über die Gründe der Eskalation will der Torhüter nicht spekulieren. "Es ist schwer, uns da hineinzuversetzen, weil wir nie bei den Gesprächen dabei waren und nicht wissen, was gesagt wurde. Bevor man mit irgendeinem Halbwissen versucht, die Sache zu analysieren, hält man sich am besten raus."

Trotz der Suspendierung herrsche zwischen Meyer und seinen Kollegen so etwas wie Normalität. "Wir wissen, wie wir mit Max umzugehen haben, wir haben ganz normalen Kontakt zu ihm", sagt Fährmann.

Um die derzeitige Situation zu betrachten, müsse man außerdem Gras darüber wachsen lassen. "Man darf keine Partei ergreifen, sondern muss es neutral betrachten - am besten mit ein bisschen Abstand. Solche Entscheidungen sind natürlich immer mit sehr viel Emotionen verbunden. Deswegen ist es besser, wenn man ein paar Tage oder Wochen vergehen lässt und dann sachlich und ohne Emotionen darüber spricht."

Wittmann teilt gegen Heidel aus

Unterdessen übte Meyers Berater Roger Wittmann harsche Kritik an Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. "Ich glaube, Heidel kann Weltklasse gar nicht beurteilen", sagte der Spielerberater Sky Sport News HD am Mittwoch: "Weltklasse sind für mich Firmino, Draxler, Luiz Gustavo. Andere Liga als der Max. Die sind aber teilweise 10, 5 Jahre älter und spielen bei großen Klubs."

Hintergrund der Aussage: Heidel hatte zuletzt bei Sky90 behauptet, Wittmann habe Meyer im Telefonat als Weltklassespieler bezeichnet, der bei vielen großen internationalen Klubs einen Stammplatz habe.

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