Hoffenheim heiß auf die Champions League
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Hoffenheim spielt in der kommenden Saison erstmals in der Champions League, was Sportchef Alexander Rosen im Gespräch mit SPORT1 kaum noch erwarten kann,

Nach dem größten Erfolg in der noch jungen Vereinshistorie mit Platz drei gilt es für die TSG 1899 Hoffenheim in der neuen Spielzeit, der letzten des scheidenden Trainers Julian Nagelsmann, die Leistungen zu bestätigen.

Derzeit befindet sich die Truppe im Trainingslager im österreichischen Windischgarsten und bestreitet heute in Wels zwei Wochen vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern ihr vorletztes Testspiel gegen Chievo Verona (ab 15.55 Uhr im TV und LIVESTREAM) .

Vor dem Testspiel gegen die Italiener sprach SPORT1 mit Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen…

…über die Ziele für die kommende Saison

Zunächst freuen wir uns alle wahnsinnig auf die neue Saison. Wir sind zum ersten Mal in der Champions League dabei, das ist für uns in der Tat etwas ganz Besonderes, etwas Außergewöhnliches. Zum zweiten Mal als TSG Hoffenheim international spielen zu dürfen ist sicher eine ganz bemerkenswerte Leistung. Wir freuen uns zunächst mal.

Wir haben ja schon erste Erfahrungen im internationalen Geschäft gesammelt. Da waren wir nicht ganz so erfolgreich. In der Liga waren wir sehr stark und jetzt wollen wir nicht antreten, um sechs Mal die Hymne zu hören und drei schöne Stadien zu sehen - sondern wir wollen international etwas reißen.

…über die ersten Eindrücke bei den Neuzugängen 

In der Tat war es in der Vergangenheit so, dass neue Spieler bei uns eine etwas längere Anlaufzeit brauchten, da Julian Nagelsmann ja für sein komplexes Training bekannt ist. Das funktioniert in diesem Jahr schon erfreulich gut. Wir haben natürlich einen großen Stamm von Spielern, die daran gewöhnt sind, mit ihm zu arbeiten. Da kommen jetzt die Neuen dazu, die haben sich bisher echt sehr gut integriert. Wir haben eine starke ausgeglichene Gruppe und es sieht bis jetzt sehr gut aus.

…über mögliche Veränderungen im breiten Kader

Aktuell sind es 31 Spieler im Kader, das ist aktuell etwas zu groß. Wobei wir auch traditionell viele junge Spieler dabei haben, die wir langsam an das Training heranführen. Da muss man jetzt einfach mal sehen, was die nächsten Wochen noch bringen, was Sinn macht. Ich erinnere auch an die beiden Langzeitverletzten Rupp und Geiger. Insofern trainieren wir hier mit einer Gruppe von 24-25 Feldspielern und drei Torhütern und das ist eine ganz normale Kadergröße.

…über die zuletzt schwachen Leistungen der Bundesliga im internationalen Vergleich

Wenn man ein Jahr zurückblickt, als unsere U21 Europameister wurde, als die zweite Garde den Confed-Cup geholt hat, als Bayern München und Borussia Dortmund eigentlich auch, ich erinnere an das Busunglück, beide klare Halbfinal-Kandidaten für die Champions League waren. Da sah das Ganze anders aus. Es geht halt sehr schnell in die Extreme in der Beurteilung. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Es ist wichtig, dass wir uns nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen dürfen, wir müssen immer gucken, was machen die anderen, was können wir besser machen, aber grundsätzlich sind wir schon auf einem hohen Niveau in der Bundesliga und wir werden auch in der Zukunft ein hohes Niveau spielen können, sowohl mit der Nationalmannschaft, als auch mit unseren Top-Mannschaften.

…über die Forderung von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, mehr Emotionalität im Kampf um die Meisterschaft zu zeigen

Das finde ich ja schön, dass der sechsfache Meister in Folge die anderen animiert, ihn zu attackieren. Das ist gut, also wir kommen diesem Aufruf nach (lacht). Ich glaube, es geht um die Haltung in den Spielen, die man gegen Bayern München an den Tag legt, und da sind wir gar nicht so ein schlechtes Beispiel.

Wir haben in den vergangenen beiden Spielzeiten zweimal gegen Bayern gewonnen, also das ist schon mal was Besonderes. Es war so ein Trend der letzten zwei bis drei Jahre, dass man das Gefühl hatte, da reisen Mannschaften nach München und schonen Spieler, oder ein Spieler holt sich die fünfte Gelbe Karte.

Diese Haltung, von der halten wir gar nichts. Es geht darum, dieses Spiel als etwas Besonderes zu bezeichnen, diese Mannschaft herauszufordern. Das ist auch der Geist des Sports, sich mit den Besten zu messen und dann zu versuchen, diese Besten an einem sehr guten Tag eben auch zu schlagen.

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