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Im CHECK24 Doppelpass kritisiert Mönchengladbachs Vorstandsmitglied Hans Meyer die Vereinsführung der Königsblauen. Stefan Effenberg lobt Coach Tedescos Mut.

Die schlechteste Saison seit 1982/83, der Abtritt von Sportvorstand Christian Heidel und nicht zuletzt die heftige 0:4-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf haben die Stimmung auf Schalke auf den Nullpunkt sinken lassen.

Unmittelbar vor dem Dienstantritt des neuen Sportvorstands Jochen Schneider steht Trainer Domenico Tedesco auf der Kippe. Borussia Mönchengladbachs Vorstandsmitglied Hans Meyer fände einen Trainerwechsel schade.

Meyer: Schalke hat wieder mal Geduld gehabt

"Ich glaube, dass die Chefs regelmäßig die Verantwortlichen an der Mannschaft überfordern mit ihren Erwartungen", sagte der langjährige Bundesligatrainer im CHECK24-Doppelpass.

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"Das erste Mal seit langer Zeit wurde das bei dem jungen Mann mit viel Geduld begleitet. Domenico Tedesco hat eine großartige Leistung gebracht als Vizemeister. Mit einer Mannschaft, der er erstmal beigebracht hat, wie man zu decken hat. Sie haben defensiv sehr, sehr stark gespielt."

 In dem Jahr, in dem die Schalker dann den nächsten Schritt gehen sollten, habe es am Anfang eine ganze Menge Situationen gegeben, in denen Tedesco überfordert gewesen sei. Schalke habe zudem viele Verletzungen gehabt.

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 "Aber die Mannschaft hat es nie geschafft, aus diesem Abwärtstrend herauszukommen. Da hat die Leitung von Schalke für mich erfreulicherweise sehr lang stabil zu ihm gehalten." Vieles spricht allerdings dafür, dass Tedescos Amtszeit nun zuende geht.

Effenberg sagt Tedesco-Aus voraus

 "Tedesco ist gerade in einer Situation drin, wo vieles auf ihn einprasselt. Im letzten Jahr noch Vizemeister und jetzt in einer sportlich so schwierigen Situation“, erklärte SPORT1-Experte Stefan Effenberg. "Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass er in wenigen Tagen nicht mehr der Trainer von Schalke 04 sein wird."

Dass der Trainer nach der ernüchternden Niederlage gegen Düsseldorf noch in die Nordkurve gegangen sei, spreche für ihn: "Er verkriecht sich nicht."

Die Aktion der Schalker UItras, Kapitän Benjamin Stambouli nach dem Abpfiff die Binde zu entreißen, hält Effenberg für kontraproduktiv. "Wenn die Stimmung so kippt, ist das die größte Gefahr. Denn damit nimmst du den Spielern den Rest an Mut und Überzeugung auch noch weg."

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