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Matthias Sammer arbeitet derzeit als Experte bei "Eurosport"
Matthias Sammer findet klare Worte zur Leistung der Schalker © Getty Images
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Matthias Sammer stellt Schalke nach dem zähen Remis in Nürnberg ein desolates Zeugnis aus. Die spielerischen Defizite und eine "scheinheilige Aktion" stören ihn extrem.

Der FC Schalke hat sich gegen den 1. FC Nürnberg in einem zähen Spiel zum Punktgewinn gerettet - und musste nach dem Spiel ordentlich Kritik einstecken.

TV-Experte Matthias Sammer ging mit den Königsblauen nach dem 1:1 am Freitagabend hart ins Gericht.

"Das ist wie Kinderfußball", sagte der einstige Profi bei Eurosport. Bei Schalke habe er "kein Aufbauspiel, kaum Positionsspiel" erkennen können. Was die Mannschaft von Huub Stevens gegen den Club anbot, habe mit Fußball "relativ wenig zu tun."

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In der Tabelle steckt Schalke weiter auf Rang 14, und damit im Abstiegskampf, fest. Geht es nach Sammer, wird sich daran so schnell auch nichts ändern. Nicht mit der aktuellen Spielweise der Knappen: "Irgendwann kommst du unter Druck, du kannst auf Dauer nicht nur zerstören, lange Bälle spielen und zweite Bälle erobern."

Fans stinksauer - Spieler bedanken sich trotzdem

Nach dem Abpfiff in Nürnberg hatten auch die Fans ihrem Unmut Luft gemacht. "Außer Nübel könnt ihr alle gehen", schrien sie den Schalke-Profis entgegen. Torhüter Alexander Nübel hatte sein Team mit mehreren starken Aktionen vor Schlimmerem bewahrt.

Die Mannschaft ging dennoch zu den aufgebrachten Zuschauern in die Kurve, um sich zu verabschieden. 

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Eine weitere Aktion, die Sammer für äußerst fragwürdig hielt: "Als Spieler hätte ich gesagt, die können mich mal. Dann muss man noch hingehen und sich verabschieden? Wenn die das singen, dann gehe ich mich nicht bedanken. Das ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten."

Immerhin, ein paar versöhnliche Worte hatte der Ex-Spieler von Borussia Dortmund doch noch parat: "Es ist zäh und schwer, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass es nicht an der Mentalität liegt oder desolat ist." Nur spielerisch sei "es einfach zu wenig".

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