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Bayern München und Borussia Dortmund sorgen in der Spielzeit 2000/2001 für das farbenfrohste Spiel der Bundesliga-Geschichte
Bayern München und Borussia Dortmund sorgen in der Spielzeit 2000/2001 für das farbenfrohste Spiel der Bundesliga-Geschichte © Getty Images
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Seit 1963 elektrisiert die Bundesliga Deutschland. Neben spannenden Duellen macht das Phänomen Bundesliga auch zahlreiche Rekorde aus. SPORT1 zeigt die Ligarekorde.

Die Deutsche Bundesliga - seit Jahren wird immer wieder darüber diskutiert, dass die heimische Eliteliga international hinterherhinkt und nicht mehr mit den Topligen aus England oder Spanien mithalten könne.

Dennoch pilgern jedes Wochenende Zigtausend Zuschauer in die Stadien der Republik. Dazu bieten die Spiele genug Gesprächsstoff, um sich die Zeit bis zum nächsten Spieltag zu verkürzen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Bundesliga die Fußballfans in Deutschland seit 1963 elektrisiert und in ihren Bann zieht.

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Neben packenden Duellen, heißen Rivalitäten und umstrittenen Entscheidungen sind es vor allem auch die Rekorde und Kuriositäten, die das Phänomen Bundesliga ausmachen.

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Aber an welchem Spieltag wurden die meisten Tore in der Bundesliga-Geschichte erzielt oder welches Spiel sah die meisten Karten?

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SPORT1 stellt die wichtigsten Rekorde und Kuriositäten der Bundesligageschichte vor. (Stand nach der Bundesligasaison 2018/19)

(Hier geht es zu den Vereinsrekorden, Trainerrekorden und Spielerrekorden)

Ligarekorde der Bundesliga

In welcher Saison fielen die meisten Tore?

1983/84: 1097

In der Saison 1983/84 stellte die Bundesliga mit 1097 Toren den absoluten Rekord auf. Das entspricht über 3.5 Toren pro Spiel. Das treffsicherste Team mit 84 Toren waren die Bayern, die aber nur auf Rang vier landeten. Meister VfB Stuttgart kam auf 79 Tore. Torschützenkönig wurde Karl-Heinz Rummenigge mit 26 Treffern.

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In welcher Saison fielen die wenigsten Tore?

1989/90: 790

Im Gegensatz zur Rekordsaison 1983/84 wurden die Zuschauer in der Spielzeit 1989/90 schon fast enttäuscht. Mit 790 Toren bekamen sie lediglich 2.5 Tore pro Spiel zu sehen. In diesem Jahr waren ebenfalls wieder die Bayern das treffsicherste Team der Liga (64), die sich auch den Titel holten. Die Torjägerkanone holte sich Jörn Andersen (18) von Eintracht Frankfurt.

In welcher Saison fielen die meisten Tore an einem Spieltag?

32. Spieltag 1983/84: 53

Der torreichste Spieltag der Bundesliga-Geschichte fand am 11. Mai 1984 statt. Am 32. Spieltag fielen gleich in fünf Spielen sieben oder mehr Tore (Kickers Offenbach - Werder Bremen 3:7, Bayern München - 1. FC Kaiserslautern 5:2, Borussia Mönchengladbach - Bayer 05 Uerdingen 7:1, 1. FC Köln - Borussia Dortmund 5:2, 1. FC Nürnberg - Hamburger SV 1:6).

In welcher Saison fielen die wenigsten Tore an einem Spieltag?

26. Spieltag 1989/90, 20. Spieltag 1998/99: 11

Diese Spieltage waren keine Leckerbissen für die Fans. Insgesamt gab es neun Mal ein 0:0 an diesen beiden Spieltagen.

In welcher Saison fanden die meisten Platzverweise statt?

1994/95: 98

Im Schnitt gab es 0.32 Platzverweise pro Spiel. Damit ist die Spielzeit 1994/95 als die farbenträchtigste Saison in die Bundesliga-Geschichte eingegangen. Allerdings werden sich die Fans wohl eher wegen dem ersten Doping-Fall in der Bundesliga an diese Saison erinnern. Roland Wohlfarth vom VfL Bochum hatte einen Appetitzügler mit dem verbotenen Wirkstoff Norephedrin eingenommen.

In welcher Saison fanden die meisten Platzverweise an einem Spieltag statt?

3. Spieltag, 2013/14: 8

Besonders engagiert gingen die Kicker an diesem Wochenende zu Werke.Gleich acht Mal wurde ein Spieler frühzeitig unter die Dusche geschickt. Drei Spieler gingen mit Gelb-Rot vom Platz (Luiz Gustavo/VfL Wolfsburg, Christian Fuchs/FC Schalke 04, Francis Coquelin/SC Freiburg), fünf Mal wurde direkt Rot gezückt (Benedikt Höwedes/FC Schalke 04, Szabolcs Huszti/Hannover 96, Sejad Salihovic/TSG 1899 Hoffenheim, Admir Mehmedi/SC Freiburg, Ibrahim Traore/VfB Stuttgart). Vor allem die Spiele Hannover 96 - FC Schalke 04 (2:1) und TSG 1899 Hoffenheim - SC Freiburg (3:3) zeichneten sich durch übertriebene Härte aus.

In welchem Spiel gab es die meisten Karten?

28. Spieltag 2000/01, Borussia Dortmund - FC Bayern München : 10x Gelb, 2x Gelb-Rot, 1x Rot

Es war der Haßgipfel schlechthin. Ganze 10 Mal musste der Schiedsrichter einen Spieler verwarnen. Dazu mussten in der 36. Minute Bixente Lizarazu und in der 55. Minute Stefan Effenberg mit Gelb-Rot vom Feld. Trotz dieser zweifachen Unterlegenheit erkämpften sich die Bayern ein Unentschieden, dass noch wichtig für die Meisterschaft werden sollte. In der 90. Minute musste auch noch Dortmunds Evanilson mit Rot vom Feld.

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In welchem Spiel gab es die meisten Platzverweise?

4. Spieltag, 1999/2000: Hansa Rostock - SSV Ulm

Der SSV Ulm hat in seiner einzigen Bundesligasaison trotzdem seine Spuren hinterlassen - wenn auch keine rumhreichen. Bei Hansa Rostock mussten gleich vier Spatzen vorzeitig das Feld verlassen, davon drei mit Gelb-Rot und Evans Wise, der erst in der 67. Minute eingewechselt wurde, ging in der 79. Minute mit glatt Rot unter die Dusche. Dazu wurden auch noch Trainer Martin Andermatt und Manager Erich Steer auf die Tribüne geschickt.

In welchem Spiel gab es die meisten Zuschauer?

6. Spieltag, 1969/70, Hertha BSC Berlin - 1. FC Köln: 88.075 Zuschauer

Mit 81.365 Plätzen ist der Signal Iduna Park das größte Stadion der Bundesliga. Das Berliner Olympiastadion zeigt sich mit 74.475 Plätzen deutlich kleiner. Dennoch wurde der Zuschauerrekord in der Hauptstadt aufgestellt. Das Spiel der heimischen Hertha gegen den 1. FC Köln wollte 88.075 Menschen sehen. Am Ende konnten die Berlin-Fans einen 1:0-Heimsieg feiern, für den sich in der 63. Minute Wolfgang Gayer verantwortlich zeigte.

In welchem Spiel gab es die wenigsten Zuschauer?

Tasmania Berlin: 827 Zuchauer

Zum Abschluss trägt sich nochmal Tasmania Berlin in die Rekordliste ein - allerdings mal wieder mit einem Negativrekord. Während die Euphorie zu Beginn der Saison noch groß war (1. Heimspiel gegen den Karlsruher SC: 81.500 Zuschauer), sank die Zuschauerzahl kontinuierlich ab. Am Ende verirrten sich am 15. Januar 1966 zum Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach nur ganze 827 Menschen ins Olympiastadion.

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