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München und Belfast - In den Länderspielen kämpften Werner, Gnabry und Co. noch für das DFB-Team. Am Samstag treffen sie im Spitzenspiel der Bundesliga aufeinander. Die Vorzeichen.

Zusammen kämpften sie mit der deutschen Nationalmannschaft um Punkte für die EM-Qualifikation. Schon am Samstag sind Manuel Neuer, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Timo Werner, Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann aber wieder Gegner im Kampf um die Meisterschaft. (Bundesliga: RB Leipzig - FC Bayern, Sa. ab 18.30 Uhr im LIVETICKER)

Im Duell Erster (RB Leipzig) gegen Zweiter (FC Bayern) sind die Psycho-Spielchen bereits in vollem Gange. "Klar spricht man auch in der Kabine darüber. Serge kam nach seinem Tor zu mir und sagte: 'Am Samstag haue ich auch einen rein'", verriet Halstenberg am Montagabend in Belfast.

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Wenige Minuten zuvor traf der Linksverteidiger von RB mit einem Traumtor zum 1:0 gegen die Nordiren. Gnabry besorgte den 2:0-Endstand.

Mit welchen Vorzeichen gehen die anderen DFB-Stars in das Topspiel der Bundesliga?

Süle mit schwerer Aufgabe - Gnabry unverzichtbar

Manuel Neuer: Der DFB- und Bayern-Kapitän wird Samstag mit breitem Kreuz auflaufen können. In Belfast rettete er mehrmals in höchster Not und hielt auch gegen die Niederländer, was es zu halten gab.

Niklas Süle: In beiden EM-Quali-Spielen überzeugte er als Abwehr-Boss. Der 24-Jährige wirkte auch in Sturm- und Drangphasen zumeist sicher und strahlte Ruhe aus. Samstag muss er ausgerechnet Werner stoppen. Lob für seine zuletzt gezeigten Leistungen gab es auch von Europas Fußballer des Jahres. "Er ist ein fantastischer Spieler", sagte Virgil van Dijk auf SPORT1-Nachfrage.

Joshua Kimmich: Auch er könnte in Leipzig auf Werner treffen, denn bei den Bayern könnte ihn Trainer Niko Kovac auf die Position des Rechtsverteidigers zurückbeordern, obwohl er auch im Verein zuletzt im Mittelfeld-Zentrum ran durfte. Auf Scharmützel mit dem kommenden Gegner ließ er sich noch nicht ein. Stattdessen lobte er den Drei-Mann-Block von RB im Kreise der Nationalmannschaft. "Es ist eine Anerkennung von deren Leistung", so Kimmich. Er selbst spielte mit Licht und Schatten. Gegen Holland war er einer der Besseren, gegen die Nordiren unterliefen ihm viele Fehlpässe.

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Serge Gnabry: Der Offensiv-Allrounder ist einer der Gewinner der Länderspielpause. Gegen die Holländer hatte er einen schweren Stand, rannte aber unermüdlich und nahm die Zweikämpfe an. Das tat er auch gegen Nordirland und belohnte sich mit dem neunten Länderspieltor im zehnten Spiel. "Serge macht es wirklich klasse, er ist fußballerisch auf einem extrem hohen Niveau. Und seine Quote bei uns ist überragend", sagte Löw über Gnabry, der nicht nur für den Bundestrainer unverzichtbar ist, sondern auch für Kovac.

Leon Goretzka: Der Mittelfeldspieler des FC Bayern war zunächst auch im DFB-Kader dabei. Noch vor dem Holland-Spiel musste er aber verletzt abreisen (Einblutung Oberschenkel). Für ihn ist es bisher eine Saison zum Vergessen. In der Bundesliga kam er noch gar nicht zum Einsatz. Wohl auch nicht am Samstag.

"Hatte meine Torpause" - Ansage von Werner

Marcel Halstenberg: Stürmt Gnabry über die rechte Seite, wird er es mit dem goldenen Torschützen in Nordirland zu tun bekommen, den sie in DFB-Kreisen "Halsti" nennen. Gegen die Nordiren tat sich der Flügel-Hüne lange schwer, zeigte Fehlpässe und traute sich kaum was in der Offensive zu. Er spielte nur, weil sich Nico Schulz zuvor verletzte. Sein Volleytor war aber der extrem wichtige Türöffner. "Er hat ein super Spiel gemacht und uns mit dem Tor Ruhe gegeben", so Kimmich.

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Lukas Klostermann: Der Rechtsverteidiger darf sich als Mini-Gewinner der Länderspielwoche fühlen. Zum einen, weil er derzeit wenig Konkurrenz hat. Zum anderen, weil seine Leistungen ordentlich waren. Im Abschluss vorne scheiterte er zwar in beiden Spiele aus guter Position, dafür stimmten seine Flanken. Gut möglich, dass auch er es mit Gnabry aufnehmen muss. Dieser sollte sich noch mal das Holland-Spiel anschauen, in welchem Klostermann ab und an Probleme hatte.

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Timo Werner: Der Stürmer reiste mit fünf Toren aus drei Bundesligaspielen und viel Selbstbewusstsein zur Nationalmannschaft, erlebte dort aber zwei frustrierende Spiele. Gegen die Niederlande fand er kaum statt und wurde früh ausgewechselt. Gegen die Nordiren hatte er als Einzelspitze auch einen schweren Stand. Sein Platz in der Startelf wackelt unter Löw gewaltig. Zuletzt verlor er ihn an Leroy Sané, von dessen Verletzung er nun profitierte. "Dass nicht alles super war, weiß ich auch. Wir hatten auch zwei schwere Spiele. Heute war schon besser, da hatte ich wenigstens Torchancen", sagte Werner nach Abpfiff im Gespräch mit SPORT1. Dass er es besser kann, will er bereits Samstag im Bundesliga-Topspiel beweisen. "Ich hatte meine Torpause in den beiden Länderspielen. Jetzt kann ich gegen Bayern wieder treffen", so Werner!

Vor den Augen von Löw, der sich dieses Spiel nicht entgehen lassen wird.

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