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Moussa Diaby feiert seinen ersten Treffer im Bayer-Trikot
Moussa Diaby feiert seinen ersten Treffer im Bayer-Trikot © Imago Images/Eibner/Thomas Thienel
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Leverkusen - Ein Neuzugang von PSG schlägt bei Bayer Leverkusen endlich ein. Gegen Freiburg zeigt der Youngster, dass mit ihm noch zu rechnen sein wird.

Er soll in die Fußstapfen von Julian Brandt treten.

15 Millionen Euro zahlte Bayer Leverkusen im Sommer für den französischen Youngster Moussa Diaby an Paris Saint-Germain. Mit hohen Erwartungen wurde der Flügelflitzer in Leverkusen erwartet. Nun scheint der 20-Jährige endlich zu zünden.

Vor der Saison verlor die Werkself Ausnahmespieler Brandt an Borussia Dortmund. Einen adäquaten Ersatz für den talentierten deutschen Nationalspieler zu finden schien beinahe unmöglich zu sein. Bayer fand in Frankreich aber einen geeigneten Kandidaten. Genauer gesagt in Paris.

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Tuchel riet Diaby zu Wechsel nach Deutschland

Moussa Diaby gilt als hochveranlagtes Talent auf der linken Außenbahn. Vergangene Saison kam er bei PSG unter Thomas Tuchel heimlich, still und leise auf insgesamt 34 Pflichtspieleinsätze.

Diaby schätzt Tuchel dafür sehr. "Die Entwicklung habe ich vor allem Tuchel zu verdanken. Er gab mir die Chance", schwärmte der Angreifer vor Saisonbeginn im kicker.

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Tuchel war es auch, der Diaby bestärkte, einen Wechsel in die Bundesliga zu wagen: "Ich bin nach Deutschland gekommen, um den nächsten Schritt zu machen. Herr Tuchel hat mich in dieser Entscheidung bestärkt."

Obwohl PSG das Talent gerne weiter in den eigenen Reihen gesehen hätte, wagte Diaby den Schritt in die Bundesliga. "Ich bin in dem richtigen Alter für einen Wechsel und möchte so viel spielen wie möglich", erhoffte sich Diaby zu Beginn einen Stammplatz bei Bayer.

Doch die Realität sah anders aus. Nach sechs Kurzeinsätzen in der Bundesliga und im DFB-Pokal musste Diaby bis zum vergangenen Wochenende warten, ehe er erstmalig von Beginn an ran durfte. Sein überzeugender Auftritt gegen den SC Freiburg beim 1:1 (1:1) am Samstag war eine Bewerbung, für weitere Startelf-Einsätze.

Schon nach 30 Sekunden zog Diaby auf links davon und legte für Kevin Volland auf. Wenngleich Vollands Schuss zu einer Ecke geblockt wurde, sah man bereits kurz nach Anpfiff: Diaby hatte so richtig Lust auf Fußballspielen.

Ein (fast) perfektes Debüt

Nachdem die Freiburger in Führung gingen (5.) war es Diaby (36.) der den Ausgleich besorgte. Der flinke Franzose ließ Gegenspieler Janik Haberer stehen und platzierte den Ball überlegt im langen Eck.

Auch in der zweiten Hälfte war es immer wieder Diaby, der für Furore in Leverkusens Offensive sorgte. Krönen konnte er seine Leistung jedoch nicht. Die Entscheidung auf dem Fuß habend, verstolperte er vor dem leeren Tor.

Der Ball trudelte neben dem Kasten ins Toraus. Freiburg-Keeper Mark Flekken berührte Diaby zuvor mit der Hand am Fuß. Hätte er sich theatralisch zu Boden geworfen, hätte Bayer auch einen Elfmeter zugesprochen bekommen können. Diaby wollte aber lieber das Tor erzielen. Seine Teamkollegen und auch sein Trainer waren trotz der unglücklichen Situation voll des Lobes. Für Diaby war es ein starkes, ein fast perfektes Startelf-Debüt.

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"Er hat gezeigt, dass er die Qualität für die Bundesliga hat – auch, wenn er vielleicht etwas mehr Zeit gebraucht hat als erwartet", freut sich Bayer-Keeper Lukas Hradecky in der Rheinischen Post für Diaby. Kerem Demirbay, der Diabys Premierentor auflegte, adelt den Youngster: "Er ist ein sehr cleverer, schneller Spieler. Das hat man nicht so oft in der Bundesliga."

Viel Lob für den Shootingstar

"Er hat das Tor geschossen, war konstant gefährlich und fast immer beteiligt, wenn wir Chancen hatten", sagte Leverkusens Trainer Peter Bosz begeistert. "Er hat das Tor geschossen, war konstant gefährlich und fast immer beteiligt, wenn wir Chancen hatten. Wir sind froh, dass wir so ein Talent in der Mannschaft haben."

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Auf die Frage, warum es denn so lange gedauert hätte, bis Diaby von Anfang an ran durfte antwortete Bosz zwinkernd: "Wir haben auf Freiburg gewartet."

"Er ist 20 Jahre alt, kommt aus Frankreich, spricht kein Deutsch und kein Englisch", erklärte der 56-Jährige die Situation dann doch noch ausführlicher. "Das braucht Zeit und es macht keinen Sinn, so einen Jungen zu früh von Anfang an zu bringen. Dann spielt er schlecht und das Selbstvertrauen ist weg."

Diaby bewies eindrucksvoll, dass das Spiel gegen Freiburg tatsächlich ein guter Zeitpunkt war, um sein Startelf-Debüt zu geben. Für den Franzosen war es der erste große Schritt, bis er Brandts Fußstapfen ausfüllt, müssen aber noch viele weitere folgen. 

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