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Der FC Schalke 04 bleibt gegen Wolfsburg im 24. Bundesligaspiel hintereinander sieglos. Mark Uth gibt daraufhin ein selten ehrliches Interview.

"Ich bin so bedient, das können Sie sich gar nicht vorstellen", hatte Mark Uth nach der neuerlichen 0:2-Pleite des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg an den Sky-Mikrofonen geschimpft. Was folgte, war ein Interview, das tiefe Einblicke in das Seelenleben des Offensivmanns erlaubte. 

"Wir werden hergespielt. Es ist so traurig, hier jedes Mal aufzudribbeln und so einen machtlosen Fußball zu spielen. Wir kommen jedes Mal einen Schritt zu spät, wir kommen nicht mal in die Zweikämpfe, wir haben keine Gelbe Karte bekommen", redete sich Uth in der Folge in Rage.

"Ich weiß nicht, wie wir so ein Spiel gewinnen sollen. Ich finde das unfassbar. Ich weiß gar nicht mehr, was man noch dazu sagen soll. Ich bin momentan so bedient und sauer. Ich könnte einfach nur in die Kabine gehen und weinen." 

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"In der ersten Halbzeit war das Zweikampfverhalten desolat, weil nicht vorhanden", analysierte SPORT1-Experte Peter Neururer in Bundesliga Pur - Lunchtime den erneut enttäuschenden Auftritt der Knappen: "In der zweiten Halbzeit war die Durchschlagskraft nach vorne nicht gut, weil auch nicht vorhanden." 

Die wenigen Chancen, die Schalke sich herausspielte wurden teils kläglich vergeben. "Wenn du die Seuche am Fuß hast, dann ist das eben oft so", meinte Neururer. 

Kohler: "Die Spieler müssen es regeln"

Die Schalker warten in der Bundesliga saisonübergreifend nun seit 24 Partien auf einen Sieg. Der Negativ-Rekord vom Tasmania Berlin (31 Spiele) kommt immer näher. 

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 "Das Interview war sehr ehrlich. Es war ein Hilferuf", urteilte Welt- und Europameister Jürgen Kohler im CHECK24 Doppelpass. Doch wer soll diesen erhören? 

Der frühere Abwehrspieler (unter anderem FC Bayern und Borussia Dortmund) glaubt, dass es sich dabei um die Mitspieler von Uth handelt, denn Trainer Manuel Baum spricht er wenig Schuld zu: "Am Ende müssen es die Spieler regeln. Der Trainer kann Dinge vorgeben, das ist seine Aufgabe. Die Spieler müssen es aber auch umsetzen. Ein Trainer ist schon wichtig, die wichtigsten Protagonisten sind aber die Spieler."

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