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München - Erling Haaland überrascht mit seinem Reha-Aufenthalt in Doha. Der BVB lässt sich vom Norweger überzeugen. Die Academy bietet viel - allerdings auch Grund zur Kritik.

Borussia Dortmund muss in diesen Wochen ohne Topstürmer Erling Haaland auskommen.

Der Norweger verbringt seine Tage aktuell in Doha bei 25 Grad in der Sonne - allerdings nicht, um Urlaub zu machen. Oder nicht nur - etwas Erholung wird sich der BVB-Angreifer nach einer anstrengenden Saison wohl gönnen. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

In erster Linie hält sich Haaland jedoch für seine Reha in Katar auf, um sich dort von seinem Muskelfaserriss im Hüftbeuger zu erholen. Trotz der weltweiten Corona-Pandemie hielt es der 20-Jährige daher sogar für eine gute Idee, ins 6.000 Kilometer entfernte Katar zu reisen.

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© Erling Haaland

Rummenigge: "Beste Trainingsanlage im Weltfußball"

Für seine Regeneration nutzt er die Aspire Academy in Doha. Dort trainiert der FC Bayern stets im Wintertrainingslager und macht von den äußerst modernen und hochprofessionellen Bedingungen Gebrauch - über die Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen in Katar wird dafür schon einmal hinweggesehen.

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Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete die Aspire Academy vor einigen Jahren sogar als "beste Trainingsanlage im Weltfußball." Sieben Fußballplätze, ein Rehazentrum sowie das 5-Sterne-Hotel "Al Aziziyah Doha" in unmittelbarer Nähe zueinander zeichnen die Academy aus. Hinzu kommt das warme Klima im Vergleich zum kalten Winter in Deutschland.

Das Trainingszentrum war 2004 eröffnet worden und hatte mehr als 750 Millionen Dollar gekostet. Dem deutschen Rekordmeister gefällt es dort augenscheinlich sehr gut, seit 2011 waren sie bereits zehn Mal für ein Trainingslager zu Gast.

Zorc erklärt Haaland-Aufenthalt in Doha

Auch Frankfurt-Keeper Kevin Trapp war vor einem Jahr nach einer Schulterverletzung nach Doha gereist, um sich in der Aspire Academy fit zu machen. "Ich kenne den Ort wo er ist in Doha", sagte damals sein Trainer Adi Hütter. "Ich war da selbst schonmal. Kevin hat Kontakte dorthin und so hat sich das ergeben. Das ist schon etwas Außergewöhnliches." 

Beim BVB musste man von Haalands Plänen dennoch erst überzeugt werden, wie BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärte: "Das war sein Wunsch, die Reha dort zu absolvieren. Er ist da von Experten umgeben, die auch im Austausch mit unserer medizinischen Abteilung sind, und die sich quasi rund um die Uhr um ihn kümmern können."

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Deshalb habe der Klub am Ende doch zugestimmt: "Erste Fortschritte gibt es schon. Wir haben schon ein paar Bilder bekommen und wir gehen davon aus, so haben wir es mit ihm abgesprochen, dass er sich an die vor Ort geltenden Hygieneregeln hält."

Laut Zorc soll Haaland vor Weihnachten wieder nach Dortmund zurückkehren und "hinterher wieder einsatzbereit" sein. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Dortmunder ihre Zustimmung nicht doch besser hätten verweigern sollen.

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