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München - Fredi Bobic könnte Frankfurt schon bald verlassen. Sein Image ist trotz hervorragender Arbeit aber nun angekratzt, meint der ehemalige DFB-Pressesprecher Harald Stenger.

In Frankfurt herrscht weiter Unruhe nach der Ankündigung von Sportvorstand Fredi Bobic, die Eintracht zum Saisonende verlassen zu wollen.

Der Aufsichtsrat hatte unter der Woche sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass die Frankfurter den erfolgreichen Manager aufgrund des noch laufenden Kontrakts nicht ohne finanzielle Gegenleistung gehen lassen werden.

Wenn ein neuer Arbeitgeber - heiß gehandelt wird hier Hertha BSC - bereit sei, rund fünf Millionen Euro an die Eintracht zu überweisen, könnte Bobics Abschied sogar noch vor Saisonende erfolgen. Eine bittere Entwicklung einer Geschichte, die eigentlich von Erfolg geprägt war. (SERVICE: Alles zur Bundesliga)

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"Frankfurt kämpft nicht mehr um ihn, sondern um die Ablösesumme", stellte Harald Stenger - ehemaliger Pressesprecher des DFB - im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 fest: "Die Entscheidung ist gefallen, und ich finde es fast tragisch für den Fredi." Dazu muss man jedoch wissen, dass Stenger dem Aufsichtsratchef der Eintracht, Philip Holzer, sehr nahe steht. Holzers Vater war einst Chefredakteur der Frankfurter Rundschau.

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"Er hat hervorragende Arbeit geleistet und ein super Image aufgebaut", sagte Stenger, um dann knallhart die Entwicklung zu analysieren: 

"In dieser Woche wurde sehr deutlich herausgearbeitet, dass er nie das Ehrenwort hatte, dass er gehen kann. Auch die Version, dass er aufhören wollte und nur wegen Corona weitergemacht hat, wurde zerschlagen. Das war eine klare Pressemitteilung, die eigentlich sagt, du hast hier anzutanzen und Geld zu bringen, egal ob das von der Hertha oder von Leipzig oder von woanders her kommt." 

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Bobic bald in der 2. Bundesliga? 

Stenger sieht das Image von Bobic nun "stark angekratzt": "Er hat sich da wirklich ins Fettnäpfchen gesetzt und das ist eine traurige Entwicklung." 

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Wenn Hertha sich mit der Eintracht auf eine Ablösesumme einigen kann, dann hätte der 49-Jährige allerdings schon bald die Chance, ein Image wieder zurechtzurücken. Er könnte das Projekt Big City Klub allerdings in der 2. Bundesliga beginnen müssen - denn die Hertha ist nach der 0:2-Pleite bei Borussia Dortmund weiterhin in großer Abstiegsgefahr. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

"Um so energischer wird er jetzt auch arbeiten, und das würde er auch in der 2. Liga mit der Hertha", glaubt Stenger. 

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