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Monaco - Borussia Dortmund schlägt die AS Monaco und springt an die Spitze der Gruppe A. Raphael Guerreiro erzielt alle Tore. Trainer Lucien Favre ist zufrieden.

Borussia Dortmund hat dank eines Doppelpacks von Raphael Guerreiro doch noch den begehrten Gruppensieg in der Champions League gefeiert. Der Bundesliga-Tabellenführer kam bei AS Monaco mit einer B-Elf zu einem verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg.

Da zudem der FC Brügge gegen Atletico Madrid Schützenhilfe leistete, dürfen die Westfalen bei der Achtelfinal-Auslosung am Montag auf eine leichtere Aufgabe hoffen. Der BVB geht europäischen Schwergewichten wie Titelverteidiger Real Madrid oder dem FC Barcelona aus dem Weg.

"Das war ein perfekter Abend", freute sich BVB-Trainer Lucien Favre: "Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Hätten wir nicht gewonnen, würden wir uns jetzt ärgern, weil Brügge Atletico in Schach gehalten hat. Wir haben das Spiel dominiert, daher war der Sieg insgesamt verdient."

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Götze: "Haben spekuliert"

Guerreiro schoss mit seinen Toren in der 15. und 88. Minute den achtmaligen deutschen Meister zum Sieg beim abstiegsbedrohten französischen Vizemeister.

"Wenn man das ganze Spiel betrachtet, war es verdient. Mit dem Gruppensieg ist es umso schöner. Wir haben ein bisschen darauf spekuliert, dass Madrid nur 0:0 spielt", sagte Mario Götze bei DAZN.

Dabei mussten die Gäste im Fürstentum auf zahlreiche Stars wie Kapitän Marco Reus (Oberschenkelprobleme), Axel Witsel (Schonung) und Jadon Sancho (Sonderurlaub nach Trauerfall) verzichten.

Dafür feierte Ex-Kapitän Marcel Schmelzer nach längerer Verletzungspause ein gelungenes Comeback.

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Trainer Lucien Favre warf daher im Stade Louis II die Rotationsmaschine an. In Abdou Diallo und Achraf Hakimi standen lediglich noch zwei Spieler in der Startelf, die auch der Anfangsformation im Revierderby beim Erzrivalen Schalke 04 (2:1) angehört hatten.

BVB spielbestimmend

Der BVB übernahm vor nur 8731 Zuschauern gegen schwache Gastgeber, die in der Ligue 1 auf dem vorletzten Platz stehen, von Beginn an das Kommando. Ersatz-Kapitän Mario Götze vergab in der dritten Minute die erste Chance zur Führung. Die Gäste blieben gegen einen tief stehenden Gegner spielbestimmend.

Nach einer gelungenen Kombination über Christian Pulisic und Maximilian Philipp schob Guerreiro den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Nach der Führung schlichen sich aber einige Ungenauigkeiten ins Spiel der Westfalen ein. Der Ball lief nicht mehr so flüssig durch die eigenen Reihen, die Fehlpässe häuften sich. Dennoch hätte die Pausenführung deutlicher ausfallen können. Philipp (16.), Diallo (33.) und Schmelzer (37.) brachten das Tor des ehemaligen Wolfsburgers Diego Benaglio in Gefahr.

Monaco ohne Offensive

Die Mannschaft des Ex-Weltmeisters Thierry Henry fand in der Offensive fast überhaupt nicht statt. Glück hatte die Borussia allerdings, dass der englische Schiedsrichter Craig Pawson bei seiner Champions-League-Premiere nach einem Handspiel des Innenverteidigers Diallo nicht auf Elfmeter entschied (27.).

Nach dem Wechsel wäre der BVB beinahe kalt erwischt worden. Nach einer Ecke von Youri Tielemans köpfte Kamil Glik aus kurzer Distanz aber freistehend drüber (47.).

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Die Gastgeber, bei denen der Ex-Leverkusener Benjamin Henrichs in der Startelf stand, attackierten nun früher und agierten etwas mutiger. Technische und spielerische Defizite waren aber weiterhin nicht zu übersehen.

Dortmund verwaltete den knappen Vorsprung in dieser Phase nur noch, offensiv taten sich die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer schwerer. Das Niveau der Begegnung war daher überschaubar.

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