Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

München und Madrid - Nach dem bitteren Champions-League-Aus von Real Madrid soll es in der Kabine der Königlichen zwischen Sergio Ramos und Präsident Florentino Perez gekracht haben.

Das krachende 1:4 gegen Ajax Amsterdam im heimischen Estadio Santiago Bernabeu hat bei Real Madrid offenbar nachhaltig für schlechte Stimmung gesorgt.

Nach dem Ausscheiden des Titelverteidigers schon im Achtelfinale der Champions League soll es in der Kabine der Königlichen zwischen Kapitän Sergio Ramos und Präsident Florentino Perez gekracht haben, berichten die spanischen Sportzeitungen as und Marca übereinstimmend.

Ramos hatte das Drama nur von der Tribüne aus verfolgen können, die absichtlich eingehandelte Gelb-Sperre hatte die UEFA nachträglich sogar noch auf zwei Spiele verlängert (Spiel 2 sitzt der Spanier dann nächste Saison erst ab).

Anzeige

Als er nach dem Schlusspfiff in die Kabine ging, um seine Mannschaftskollegen aufzumuntern, kam es zum Zoff mit dem Boss.

Meistgelesene Artikel

Zoff zwischen Ramos und Perez?

Den Berichten zufolge hielt Perez der gesamten Mannschaft eine minutenlange Standpauke und watschte sie für den den katastrophalen Auftritt auf dem Spielfeld ab.

Unter anderem habe er sie für fehlenden Einsatz und ihr ausschweifendes Privatleben kritisiert. Dabei sei sogar der Begriff "schändlich" gefallen.

Seinem Kapitän soll der Klubboss mit Rauswurf gedroht haben, Ramos schoss zurück und warf Perez sowie seinen Kollegen in der Vereinsspitze Fehlplanung vor - und gab ihnen die Schuld an der missratenen Saison, in der Real bereits jetzt alle Titelchancen verspielt hat.

"Zahl' mich aus und ich gehe", soll Ramos seinem Boss an den Kopf geworfen haben: "Ich habe alles gegeben und mich zu Tode geschuftet - für diesen Klub und sogar für dich!"

Ramos-Transfer im Sommer?

Ob sich die Ära Ramos bei Real tatsächlich dem Ende neigt?

Auf jeden Fall soll Perez direkt im Anschluss mit der Chefetage der Königlichen die nächsten Schritte besprochen haben - bis 2 Uhr morgens habe das Krisentreffen gedauert.

Vorrangig ging es dabei aber dem Vernehmen nach um eine mögliche Entlassung von Trainer Santiago Solari und eine mögliche Rückkehr von Jose Mourinho. Pikant: "The Special One" wird ein ausnehmend schlechtes Verhältnis zu Ramos nachgesagt.

Und eine kuriose Statistik würde zu Ramos' Abgang im Sommer passen: Alle Spieler, die bislang ihren 42. Clasico gespielt haben (Francisco Gento/Real, Manolo Sanchis/Real, Xavi/Barca), verließen La Liga nach der jeweiligen Saison.

Und Ramos? Der stand beim 0:1 gegen Barca am Wochenende zum exakt 42. Mal bei einem Clasico auf dem Platz.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image