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Rom - Borussia Dortmund präsentiert sich in der Champions League desolat. In dieser Verfassung kann dem BVB sogar das sieglose Schalke Probleme bereiten.

Sebastian Kehl fand nach der herben 1:3-Pleite bei Lazio Rom die richtigen Worte: "Das war desolat."

Man dürfe sich, sagte der BVB-Lizenzspielerchef, "nicht annähernd so präsentieren".

Klar ist: Mit einer erneuten Nicht-Leistung am Wochenende im Derby bekommen die Dortmunder sogar gegen Sieglos-Schalke Probleme!

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Dem BVB droht eine weitere Saison ohne Titel

Die Borussen zeigten zum Auftakt in die neue Champions-League-Saison eine erschreckend schwache Darbietung. Die Mannschaft lief der Musik über 90 Minuten hinterher und wurde regelrecht schwindelig gespielt.

Das interne Ziel, der Gruppensieg, ist nun in Gefahr. Und die Stimmung ausgerechnet vor dem wichtigen Pott-Derby gedämpft.

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Der katastrophale Auftritt von Rom wirft viele Fragen auf. Zweifel daran, dass es in diesem Jahr etwas mit einem ersehnten Titel wird, müssen erlaubt sein. Der erste ist ja schon futsch nach dem 2:3 im Supercup gegen die Bayern. In der Liga gab es zuletzt durchwachsene Auftritte in Augsburg (0:2) und in Hoffenheim (1:0). Und Hoffnungen, dass der BVB diesmal in der Königsklasse zumindest mal über das Achtelfinale hinauskommt, macht der gestrige Auftritt keineswegs.

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Dezimierter Kader darf nicht als Ausrede herhalten

Ja, die Dortmunder sind mit einer ersatzgeschwächten Abwehr in die Partie bei Lazio gegangen. In Mats Hummels stand nur ein gelernter Innenverteidiger im Aufgebot.

Doch auch mit routinierten Spielern wie Sommer-Zugang Thomas Meunier, der einen rabenschwarzen Abend erwischte (19 Fehlpässe!), Oldie Lukasz Piszczek, Europameister Raphael Guerreiro oder Dänen-Star Thomas Delaney kann, ja muss man gegen den aktuellen Tabellen-14. der Serie A durchaus mehr erwarten.

Als Ausrede darf die dünne Personaldecke nicht herhalten.

Dortmund offenbart altbekannte Schwächen

Es war wie so oft in der Vergangenheit: Geht es gegen einen körperlich robusten Gegner, fehlt dem BVB die Galligkeit.

"Wir waren nicht da. Verteidigen, laufen – das hat alles gefehlt", monierte Trainer Lucien Favre, der an der Seitenlinie erfolglos auf seine Spieler einzuwirken versuchte.

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Den Auftakt verkracht, dazu auch noch von Ex-BVB-Flop Ciro Immobile (ein Tor, eine Vorlage) erlegt. War es auch eine Charakterfrage?

Zumindest darf man die These in den Raum stellen, dass dem größten nationalen Dortmunder Konkurrenten, dem FC Bayern, so ein blutleerer Auftakt-Auftritt auf internationaler Bühne wohl nicht passieren wird.

BVB erwartet unbequemes Schalke 

Der BVB sollte sich jetzt kräftig schütteln. Am Samstag wartet das Derby gegen die seit 20 Spielen sieglosen Schalker.

Beim 1:1 gegen Union zeigten die Königsblauen um Neu-Trainer Manuel Baum eine deutliche Steigerung. 

Sie kämpften, kratzten und waren bissig.

Das könnte für die auf dem Papier eigentlich haushoch überlegenen Dortmunder unbequem werden.

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