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Zufrieden äußert sich Michael Zorc bei SPORT1 nach dem BVB-Sieg in Sevilla. Trainer Edin Terzic bekommt auch ein Kompliment - und es gibt Neuigkeiten vor dem Revierderby.

Der BVB steckte nach dem wichtigen 3:2-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zunächst in Sevilla fest.

"Unsere Maschine durfte wegen starken Nebels nicht landen", sagte Michael Zorc im Gespräch mit SPORT1.

Mit rund zweieinhalbstündiger Verspätung hob der BVB-Tross dann ab in Richtung Ruhrpott. Vorher sprach der Sportchef noch über ein nahezu "perfektes Spiel", den Taktik-Kniff von Edin Terzic, und er gab einen Ausblick auf das Derby gegen Schalke.

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SPORT1: Herr Zorc, Sie und auch Trainer Edin Terzic haben zuletzt die Führungsspieler in die Verantwortung genommen. Prompt ging Marco Reus in Sevilla als Kapitän voran und machte ein gutes Spiel. Sehen Sie da einen Zusammenhang?

Michael Zorc: Wir haben von all unseren Spielern, auch von den etablierten Kräften, eine Steigerung gefordert – die haben wir in Sevilla definitiv gesehen. Marco Reus hat ohne Frage ein gutes Spiel gemacht. Er war bissig und extrem zweikampfstark und wichtig für uns. Ich bin allerdings mit der gesamten Mannschaftsleistung zufrieden. Mo Dahoud hat, nachdem er lange nicht von Anfang an gespielt hat, ein gutes Spiel gemacht. Jadon Sancho hat extrem viel fürs Team gearbeitet und immer wieder für Entlastung gesorgt. Und Erling Haaland war einmal mehr einfach überragend. Es gab viele Lichtblicke in diesem Spiel.

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SPORT1: Hatten Sie Sorge, dass das Spiel nach dem frühen 0:1-Rückstand durch Suso nach hinten losgeht?

Zorc: Wir sind durchaus mit Pech und dem abgefälschten Gegentor gestartet. Die Mannschaft ist dann aber ruhig geblieben und hat eine deutliche Reaktion gezeigt. Das war eine sehr gute Leistung von uns. Insbesondere die Leistung in der ersten Halbzeit war nah dran am perfekten Spiel.

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SPORT1: Edin Terzic hat mit einer etwas defensiveren Grundausrichtung überrascht: Can spielte als Sechser vor der Abwehr neben Bellingham und Dahoud. Haaland wurde mehr ins Zentrum beordert und konnte seine Wucht dadurch noch mehr ausspielen. Terzics Plan ging auf, oder?

Zorc: Der Plan von Edin mit Dahoud, Can und Bellingham im Zentrum ging voll auf. Wir haben wenig zugelassen gegen den Gegner. Und vorne haben wir es immer wieder geschafft, Erling in Szene zu setzen.

SPORT1: Was bedeutet das 3:2 nun für das Rückspiel am 9. März in Dortmund?

Zorc: Delaneys "Kind ist zur Welt gekommen"

Zorc: Es ist erst eine Halbzeit gespielt. Das ist ein gutes Ergebnis und eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Das bringt aber nichts, wenn wir das Ganze in drei Wochen zuhause in Dortmund nicht finalisieren. Das Weiterkommen ist jetzt unser Ziel!

SPORT1: Trotz einer phasenweise sehr konzentrierten Defensivleistung fiel zum Schluss noch das zweite Gegentor. Mal wieder nach einer Standard-Situation. Ist das der größte Kritikpunkt eines sonst guten Spiels?

Zorc: Das Standard-Gegentor in der Schlussphase ärgert uns, Luuk de Jong darf einfach nicht so klar zum Abschluss kommen. Das war sicher zu verhindern. Wir hätten das besser machen müssen. Insgesamt überwiegt bei uns aber die Freude über das gute Ergebnis.

SPORT1: Thomas Delaney fehlte in Sevilla, weil seine Frau ein Kind erwartet. Steht er am Samstag gegen Schalke zur Verfügung?

Zorc: Das Kind ist zur Welt gekommen und wir freuen uns sehr darüber. Allen geht es gut. Er kann am Samstag im Derby wieder spielen.

SPORT1: Welche Bedeutung hat das Derby am Samstag für Sie und den BVB?

Zorc: Wir wollen und müssen das Derby gewinnen. Diesen Schub aus der Champions League müssen wir nun in die Bundesliga mitnehmen. Wir wissen, dass die Fallhöhe am Samstag auf Schalke beim Tabellenletzten groß ist. Aber: Derby ist Derby. Ich finde, dass Schalke nicht so schlecht gespielt hat in den letzten Wochen, wie es die Ergebnisse aussagen. Wir wollen dort gewinnen, um wieder näher an einen Champions-League-Rang ranzukommen. Wir müssen langsam aus dem Quark kommen und brauchen einen guten Mittelstrecken-Lauf, um unsere Ziele zu erreichen.

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