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Das Erstrunden-Duell zwischen dem Chemnitzer FC und dem Hamburger SV könnte für die Klubs zur Zerreißprobe werden - weil beide Vereine mit schwerem Gepäck anreisen.

Der Hamburger SV muss in der ersten Runde des DFB-Pokals zum Chemnitzer FC reisen. Dort steigt das Duell zweier Teams, die schon bei Saisonbeginn extrem auf die Probe gestellt werden.

Dabei sind es keine sportlichen Sorgen, die die Kontrahenten plagen.

Der HSV wird seit Tagen vom "Fall Jatta" in Atem gehalten. Wie sehr das Thema dem Verein zusetzt, war auch an den Aussagen von Hamburgs Trainer Dieter Hecking vor dem Spiel zu erkennen. "Alles stürzt sich drauf. Und am Ende des Tages muss man erstmal die Beweislage abwarten", sagte der 54-Jährige entnervt. 

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Trotzdem setzt Hecking in der Startformation auf Jatta. Insgesamt gehen die Hamburger bis auf eine Position unverändert ins Spiel, im Vergleich zum 4:0-Sieg bei Nürnberg. Lediglich David Kinsombi ersetzt den verletzten Aaron Hunt. 

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Seit Tagen sorgen die Zweifel an der Identität seines Profis Bakery Jatta für große Unruhe an der Elbe.   Hecking betonte, selbst keinerlei Hektik zu verspüren. Natürlich werde er Jatta mitnehmen zum Erstrundenduell im DFB-Pokals am Sonntag (DFB-Pokal: Chemnitzer FC - Hamburger SV um 18.30 Uhr im LIVETICKER) in Chemnitz. "Warum denn nicht?", sagte der erfahrene Coach: "Aus meiner Sicht gibt es gar keinen Grund, ihn hier zulassen."

Experte warnt vor Problemen bei Chemnitz - HSV

Auch bei Drittligist Chemnitz herrscht Chaos. Anfang der Woche wurde Kapitän Daniel Frahn wegen einer angeblich zu großen Nähe zur rechtsextremistischen Szene entlassen. CFC-Sportdirektor Thomas Sobotzik wurde anschließend per WhatsApp-Nachrichten bedroht. Die Polizei in Chemnitz stellt sich für die Partie gegen den HSV auf Unruhe ein, Fan- und Extremismusforscher Robert Claus rechnet mit Reaktionen beider Fanlager.

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"Ohne den Fußball über Gebühr interpretieren zu wollen, steckt sowohl in der Chemnitzer Debatte um Daniel Frahn als auch im Hamburger Fall um Bakery Jatta viel Gesellschaftspolitisches um die Themen extreme Rechte, Rassismus und Migration", sagte Claus: "Es ist gut möglich, dass die jeweiligen Fanszenen die Themen am Sonntag mit Spruchbändern aufgreifen." Chemnitz-Trainer David Bergner betonte am Freitag, dass kein Zuschauer "das Spiel als Bühne für seine Zwecke" benutzen sollte. 

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Auch Sobotzik hofft auf ein ruhiges Spiel. "Ich wünsche mir, dass es nur um Fußball geht. Der Verein hat ein Jahr um dieses Spiel gekämpft, jetzt wollen wir es auch genießen", sagte der Ex-Profi.

Beierlorzer warnt Köln-Profis vor Wehen Wiesbaden

Deutlich entspannter als der HSV und Chemnitz kann der 1. FC Köln seine Erstrunden-Hürde angehen. Auch wenn mit dem SV Wehen Wiesbaden kein einfacher Gegner wartet (DFB-Pokal: SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Köln um 18.30 Uhr im LIVETICKER). 

Cheftrainer Achim Beierlorzer warnte seine Mannschaft vor "wuchtigen Stürmern" und "pfeilschnellen Spielern". Der neue Coach steht vor seinem ersten Pflichtspiel mit dem Effzeh. "Wir freuen uns riesig. Jetzt geht es um was. Man merkt auch bei der Mannschaft: Das Prickeln wird stärker."

Im dritten der späten Erstrundenspiele am Sonntag trifft der MSV Duisburg auf die SpVgg Greuther Fürth.

Alle Spiele um 18.30 Uhr in der Übersicht

So können Sie Chemnitzer FC - Hamburger SV LIVE verfolgen:

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So können Sie SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Köln LIVE verfolgen:

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So können Sie MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth LIVE verfolgen:

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