Die Hoeneß-Abrechnung mit Özil im Originalton
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München - Nach der vernichtenden Kritik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß Richtung Mesut Özil äußert sich Arsenals Ex-Teamchef Arsene Wenger über seinen früheren Schützling. Und überrascht mit einem Wunsch.

Er habe "seit Jahren einen Dreck gespielt".

Nachdem Mesut Özil nach der Weltmeisterschaft aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten war, nahm Uli Hoeneß kein Blatt vor den Mund. Der Mittelfeld-Star des FC Arsenal sei nicht mehr als ein "Alibi-Kicker", so der Präsident des FC Bayern.

Eine vernichtende Kritik - zu der sich nun auch Arsene Wenger äußert.

Wenger will sich "nicht einmischen"

"Ich möchte mich nicht einmischen", sagte der Franzose, fünf Jahre lang Özils Trainer in London, in einem Interview mit der Sport Bild.

Bei dem DFB-Rücktritt des Spielmachers gehe es vielmehr um politische als sportliche Aspekte, so Wenger. Es sei ein sensibles Thema "zwischen Türken und Deutschen. Özil ist ein super Fußballspieler, war nicht der Schlechteste bei der WM. Ich habe nicht geliebt, dass er beim DFB aufgehört hat. Die Deutschen respektieren, was er geleistet hat".

Wenger hofft auf DFB-Comeback von Özil

Wenger hätte dem 30-Jährigen geraten, allein schon aus sportlichen Gründen seine Nationalmannschaftskarriere fortzusetzen.

Es würde "ein kleines Stück an Motivation" verschwinden, "wenn man weiß, dass man nicht bereit sein muss für WM und EM. Ich liebe es, wenn der Spieler so gut wie möglich ist. Wenn er nicht auf internationalem Niveau spielt, geht ein bisschen verloren", erklärte Wenger.

Über einen Rücktritt aus dem DFB-Team, findet der 68-Jährige, habe ein Trainer, nicht aber ein Spieler selbst zu bestimmen. Wenger: "Ich glaube, dass Deutschland Özil braucht. Ich hoffe, dass Löw ihn überzeugen kann, dass er zurückkommt."

Bislang versuchte der Bundestrainer mehrfach vergeblich, den gebürtigen Gelsenkirchener von einem persönlichen Gespräch zu überzeugen. Özils Rückzug erfolgte ohne jede Absprache mit den Verantwortlichen der Nationalmannschaft. Löw zeigte sich davon "persönlich enttäuscht".

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