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München und Göteborg - Melanie Leupolz erlebt im Champions-League-Finale einen ganz bitteren Abend. Der FC Chelsea verliert gegen den FC Barcelona deutlich.

Deutsches Drama im Finale der UEFA Women's Champions League!

Der FC Chelsea ist im Endspiel in der Königsklasse vom FC Barcelona beim 0:4 (0:4) regelrecht demontiert worden. Und zwei deutsche Spielerinnen erlebten in Göteborg einen gebrauchten Tag (Ergebnisse und Spielplan der Women's Champions League).

Bereits in der ersten Minute erzielte Melanie Leupolz ein Eigentor. Die deutsche Nationalspielerin wurde von Teamkollegin Francesca Kirby im Strafraum angeschossen – von Leupolz' Körper flog der Ball im hohen Bogen ins Tor, die deutsche Keeperin Ann-Katrin Berger streckte sich vergeblich. (Das SPORT1-Interview mit Melanie Leupolz).

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Leupolz verschuldet Elfmeter

Nur elf Minuten später kam es noch schlimmer: Leupolz kam gegen Jenni im Strafraum einen halben Schritt zu spät und brachte die Barca-Stürmerin zu Fall. Die Deutsche Schiedsrichterin Riem Hussein aus Bad Harzburg entschied auf Elfmeter, bei dieser Entscheidung blieb es auch nach der Überprüfung durch die Videoassistenten.

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Alexia Putellas verlud Berger und schob zum 2:0 für das Team von Lluís Cortes ein. Und nach 20 Minuten sorgte Aitana Bonmati mit dem 3:0 bereits für eine Vorentscheidung. Caroline Hansen schraubte das Ergebnis sogar noch vor der Pause in die Höhe (36.), die bemitleidenswerte Berger war aus kurzer Distanz erneut machtlos.

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Zur Pause blieb Leupolz nach den wohl bittersten 45 Minuten ihrer Karriere in der Kabine, doch auch die für sie von Trainerin Emma Hayes eingewechselte Guro Reiten konnte dem Spielausgang keine Wendung mehr geben. Chelsea bemühte sich zwar, Barcelona brachte den Sieg aber souverän über die Zeit - das vermeintliche fünfte Tor in der Nachspielzeit wurde aberkannt - und bestieg erstmals den europäischen Thron.

Barcelona durchbricht Lyons Serie

Denn die klangvolle Endspiel-Paarung hatte im höchsten Klubwettbewerb des Frauen-Fußballs durchaus eine historische Dimension: Erstmals seit Einführung des neuen Namens in der Saison 2009/10 kommt der Champion mit Barcelona nicht aus Deutschland oder Frankreich. Zudem werden die Seriensiegerinnen von Olympique Lyon abgelöst, die zuletzt fünfmal hintereinander den Titel holten.

Die Londonerinnen hatten auf dem Weg ins Finale den VfL Wolfsburg und den FC Bayern ausgeschaltet. Chelsea war als erster Klub mit Frauen- und Männer-Team parallel in die Endspiele der Königsklasse eingezogen. Barca eliminierte unter anderem Manchester City und Paris Saint-Germain.

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