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Linda Dallmann trifft gegen Österreich per Elfmeter
Linda Dallmann trifft gegen Österreich per Elfmeter © Getty Images
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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen schlägt Österreich in der WM-Vorbereitung mit etwas Mühe. Trainer Horst Hrubesch gelingt ein Rekord.

Die deutschen Fußballerinnen haben ihre WM-Vorbereitung mit einem Prestigeerfolg im Nachbarschaftsduell mit Österreich eingeläutet. Beim verdienten 3:1 (1:1) gegen den EM-Halbfinalisten in Essen setzten die Olympiasiegerinnen ihren Aufwärtstrend unter Horst Hrubesch trotz personeller Experimente fort.

Der Interimsbundestrainer feierte an alter Wirkungsstätte dank der Treffer von Alexandra Popp (8.) und der beiden Lokalmatadorinnen Linda Dallmann (56.) und Lea Schüller (84.) den sechsten Erfolg in Serie. Damit verbesserte der Europameister von 1980 den Startrekord von Silvia Neid aus dem Jahr 2005. Nicole Billa (34.) von der TSG Hoffenheim glich zwischenzeitlich aus.

Für den ersten Lehrgang nach der erfolgreichen Qualifikation für die Endrunde in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) hatte Hrubesch das WM-Casting eröffnet. Im Stadion an der Hafenstraße gab er gleich vier "Frischlingen" mit weniger als zehn Länderspielen eine Chance in der Startelf: Dem Turbine-Trio Lisa Schmitz, Johanna Elsig, Felicitas Rauch sowie Giulia Gwinn (SC Freiburg).

Popp trifft per Kopf

Vor der mageren Kulisse von 3569 Zuschauern standen bei Anpfiff 21 Bundesliga-Spielerinnen auf dem Feld - und die deutsche Auswahl übernahm sogleich das Kommando. Nach maßgenauer Flanke der aktiven Linksverteidigerin Rauch köpfte die sprunggewaltige Popp die Gastgeberinnen in Führung.

In Abwesenheit von Dzsenifer Marozsan (Lungenembolie) hatte die Wolfsburgerin die DFB-Auswahl in ihrem 91. Länderspiel als Kapitänin aufs Feld geführt. Im Vorwärtsgang gefiel das deutsche Team oftmals mit Kurzpassspiel, zur Verärgerung von Hrubesch mangelte es aber an der Präzision im Abschluss. Dallmann (21.) von der SGS Essen und Popp (30.) vergaben beste Gelegenheiten.

Dann aber kamen die nicht für die WM qualifizierten Österreicherinnen wie aus dem Nichts zum Ausgleich: Nach einem Ballverlust von Sara Däbritz glich Billa aus leicht abseitsverdächtiger Position aus.

Frohms gibt Debüt im Tor

Nach der Halbzeit bescherte Hrubesch der Freiburger Torhüterin Merle Frohms ihr Debüt im A-Nationalteam. Nachdem erneut Popp (51.) eine dicke Chance ausließ, glänzte die Angreiferin wenig später als Vorbereiterin für die flinke Dallmann, die per platziertem Rechtsschuss traf. Wermutstropfen aus deutscher Sicht: Nach einer Stunde musste Rauch wegen einer Verletzung am linken Knie vom Platz. Wenige Minuten vor Spielende sorgte Schüller für die Entscheidung.

Hrubesch wird seine "Mädels" wohl auch noch bei den Heimspielen gegen die WM-Teilnehmer Italien (10. November in Osnabrück) und Spanien (13. November in Erfurt) betreuen. Die designierte Nachfolgerin Martina Voss-Tecklenburg muss mit den Schweizerinnen in den WM-Play-offs nachsitzen. Im Halbfinal-Hinspiel in Belgien am Freitag holte ihr Team nach zweimaligem Rückstand ein 2:2 (0:1).

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