Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

München - Mario Götze hat einen neuen Verein gefunden und spielt ab sofort für die PSV Eindhoven. Huub Stevens spricht bei SPORT1 über den Wechsel des Ex-Dortmunders.

Mario Götze hat sich am Dienstag der PSV Eindhoven angeschlossen. Für Huub Stevens ist dieser auf den ersten Blick überraschende Schritt aus Sicht des Weltmeisters von 2014 durchaus nachvollziehbar.

"Mario ist für sich als Spieler und Person mit dem Wechsel nach Eindhoven einen Schritt zurück gegangen. Und deshalb aber vielleicht auch zwei nach vorne", sagt der 66-Jährige, der aktuell im Aufsichtsrat von Schalke 04 sitzt, im Gespräch mit SPORT1.
 
Dass Eindhoven sich Götze leistet, hätte Stevens allerdings nicht vermutet: "Ich gehe davon aus, obwohl er ablösefrei ist, dass die PSV eine hohe Summe bezahlen muss. Es ist sehr überraschend, dass sie diese bezahlen. Unglaublich! Ein starkes Zeichen des Klubs." Der Verein strebt unter Trainer Roger Schmidt die Ablösung von Ajax Amsterdam an, will den ersten Meistertitel seit 2017/18.

Werde Deutschlands Tippkönig! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Anzeige

Sportlicher Wert nach wie vor sehr hoch

Stevens ist in Eindhoven eine Klub-Legende. Er bestritt als Spieler zwischen 1975 und 1986 für die PSV 355 Spiele. In der Saison 2008/2009 stand er als Trainer an der Seitenlinie.

Den sportlichen Wert Götzes schätzt er nach wie vor als sehr hoch ein, auch wenn der jetzt 28-Jährige in den vergangenen Jahren aufgrund von Krankheiten, Verletzungen und Formschwankungen deutlich seltener als von ihm erhofft auf dem Platz zu sehen war.

Meistgelesene Artikel

"Wenn Mario fit bleibt, dann ist er natürlich für jede Mannschaft ein Gewinn. Es gibt vielleicht nur zehn Vereine weltweit, so wie den FC Bayern, in denen er keinen Stammplatz sicher hätte. In den restlichen Vereinen der Welt würde er einen solchen bekommen, wenn er fit ist", sagt Stevens. "Ich denke, dass er in den Niederlanden eine große Rolle spielen kann."

Stevens: "Götze muss Abstriche machen"

Dort wagt Götze nach komplizierten Jahren in Dortmund jetzt den Neuanfang. Dass er dabei finanziell nicht so entlohnt wird wie im Revier, scheint er für die Aussicht in Kauf genommen zu haben, endlich wieder auf dem Platz zeigen zu können, was in ihm steckt.

"Er wird da sicherlich Abstriche machen müssen", urteilt Stevens. "In den Niederlanden ist die Liga natürlich nicht so stark wie in Deutschland, Italien, England, Spanien oder Frankreich. Vom Fußballerischen her passt es aber für ihn. Das ist eine positive Geschichte."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image