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Der FC Barcelona beruft für heute ein Gipfeltreffen über die Zukunft von Ernesto Valverde ein. Im Hintergrund läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren.

Das Aus von Ernesto Valverde als Trainer des FC Barcelona scheint besiegelt zu sein.

Wie die spanische Tageszeitung Mundo Deportivo berichtet, kommt es heute zu einem Gipfeltreffen zwischen Präsident Josep Maria Bartomeu und Valverde über die unmittelbare Zukunft des 55-Jährigen an der Seitenlinie der Katalanen. Dieses soll zwischen der Trainingseinheit um elf Uhr und der Vorstandssitzung um 14 Uhr stattfinden.

Valverde selbst will bei dem Gespräch offenbar seinen Ärger über die Gespräche von CEO Òscar Grau und dem technischen Direktor Eric Abdidal mit Trainer-Kandidat Xavi Hernández zum Ausdruck bringen.

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Valverde verärgert über Umgang mit ihm

Dabei soll der Trainer nicht über den Inhalt, sondern über die Form und die Art und Weise der Gespräche mit der Barca-Legende verärgert sein.

Zwar verstehe und akzeptiere er, dass seine Position nach dem traumatischen Halbfinal-Aus gegen Atlético Madrid in der Supercopa zur Debatte steht. Die Tatsache, dass er von den Gesprächen mit Xavi aus den Medien erfahren musste, habe ihn aber stark verärgert. Auch soll sich ihm gegenüber keine der leitenden Positionen zu den unmittelbar anstehenden Schritten geäußert haben.

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Auch wenn der frühere Profi bereits seit längerem weiß, dass sein Kredit erschöpft ist, hat er dem Bericht zufolge keine Absichten, den Posten im Camp Nou von sich aus zu räumen. 

Xavi hatte das Angebot seines ehemaligen Vereins nach einem Treffen in Katar am Sonntag abgelehnt. Jedoch soll sein "Nein" nur für den Augenblick gelten, im Juni könnten die Karten neu gemischt werden.

Barca holt sich Absagen von Xavi und Koeman ein

Ungeachtet dessen suchen die Klub-Verantwortlichen im Hintergrund weiter mit Hochdruck nach einem neuen Trainer. Dabei soll Barca nach der Absage von Xavi auch von Ronald Koeman eine Abfuhr bekommen haben.

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Trotz einer Klausel, die es dem aktuellen Trainer der niederländischen Nationalmannschaft unter bestimmten Bedingungen erlauben soll, nach Barcelona zu wechseln, soll dieser - nach übereinstimmenden Berichten von Catalunya Ràdio und dem niederländischen Telegraaf - aktuell "überhaupt nicht bereit" sein, den spanischen Meister zu übernehmen.

Für den 56-Jährigen liege der Fokus momentan voll und ganz auf der EM 2020 mit den Niederlanden. Dafür nimmt er nun sogar das Risiko in Kauf, dass sein früherer Verein einem anderen Trainer ein langfristiges Vertragsangebot unterbreitet.

Pochettino Favorit auf Valverde-Nachfolge

In der Poleposition als Ersatz für Valverde soll laut dem katalanischen Radiosender RAC1 inzwischen Mauricio Pochettino sein. Der Argentinier wurde erst im November nach fünf Jahren bei den Tottenham Hotspur entlassen und wäre daher sofort verfügbar.

Sowohl Bartomeu und die sportliche Führung als auch wichtige Spieler sollen den 47-Jährigen demnach als geeignete Lösung betrachten, um eine Wende bei den Blaugrana herbeizuführen.

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Allerdings gilt Pochettino - anders als Xavi und Koeman - nicht gerade als Liebling der Barca-Fans. "Ich arbeite lieber auf meiner Farm in Argentinien, als bestimmte Klubs zu trainieren", sagte der Ex-Profi und Trainer von Espanyol Barcelona vor drei Jahren und erklärte "niemals Trainer bei Barca" sein zu wollen.

Als Übergangslösung bringt die Zeitung Sport deshalb auch Reservecoach Francisco Javier García Pimienta ins Gespräch, der sich die Übernahme der Profis offenbar zutrauen würde.

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