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In der Ligue 1-Partie des FCO Dijon und SC Amiens kommt es zu einer Spielunterbrechung wegen rassistischer Äußerungen. Spieler beider Teams solidarisieren sich.

Schlimmer Rassismus-Vorfall in der Ligue 1: Die Partie des FCO Dijon gegen den SC Amiens ist zwischenzeitlich unterbrochen worden. Der Grund waren mehrfach Affenlaute aus dem Fanblock Dijons, wenn dunkelhäutige Spieler der Gäste am Ball waren.

Amiens Kapitän Prince Gouano reagierte darauf, indem er den Schiedsrichter informierte. Der Unparteiische unterbrach das Spiel daraufhin in der 77. Spielminute für vier Minuten.

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Bemerkenswert: An der Mittellinie solidarisierten sich Spieler beider Teams, die Verantwortlichen diskutierten danach über das weitere Vorgehen. Nachdem Vereinsfunktionäre mit den Fans gesprochen und deeskaliert hatten, wurde das Match fortgesetzt.

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"Wir sind im 21. Jahrhundert, und was passiert ist, ist inakzeptabel", erklärte Gouano. "Ich wollte darauf hinweisen, als ich darum gebeten habe, das Spiel anzuhalten. Wir sind alle gleich."

Wie die französischen Profiliga am Abend mitteilte, konnte ein Täter direkt nach Spielende identifiziert werden, die Polizei verhaftete den Mann. Dijon kündigte an, gegen den Rassisten zudem zivilrechtlich vorzugehen.

Eine Disziplinarkommission der Liga wolle sich am Mittwoch mit dem Vorfall befassen, hieß es. Die Partie endete 0:0. (SERVICE: Ligue 1 im SPORT1-Datencenter)

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