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Neymar verriet in einem Interview seinen besten Gegenspieler
Neymar verriet in einem Interview seinen besten Gegenspieler © Getty Images
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Nach jahrelangen üppigen Investitionen muss Paris Saint-Germain in Zukunft kleinere Brötchen backen. Mit dem Verkauf von Neymar beginnt eine neue Zeitrechnung.

Klotzen statt Kleckern – das war lange Zeit das Motto von Paris Saint-Germain nach der Machtübernahme von Präsident Nasser Al-Khelaifi im Oktober 2011.

Mit millionenschweren Investitionen – unter anderem wurde 2017 der brasilianische Superstar Neymar beim teuersten Transfer der Fußball-Geschichte für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona verpflichtet – setzten die Franzosen alles daran, die Champions League zu gewinnen, und mussten trotzdem Jahr für Jahr frühzeitig die Segel streichen.

PSG muss sich zurückhalten

Jetzt soll jedoch Schluss sein mit aberwitzigen und horrenden Ablösesummen. Aufgrund von Financial-Fairplay-Vorgaben muss sich der ambitionierte französische Meister in diesem Sommer finanziell einschränken. Verantwortlich dafür, trotzdem eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen, ist der neue sowie alte Sportdirektor Leonardo.

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"Wir können keine 200 Millionen Euro investieren, das ist nicht der richtige Zeitpunkt", sagte der Brasilianer in einem Interview mit Le Parisien. "Es gibt eine wichtige Tatsache, die wir nicht verbergen dürfen: Es ist das Financial Fairplay. Die geltenden Regeln und Kriterien müssen eingehalten werden."

Neymar zurück zu Barcelona?

PSG muss folglich erstmal kleinere Brötchen backen und Geld einnehmen, um den Kader verstärken zu können. Da kommt erneut der Name Neymar ins Spiel. Der Brasilianer ist gewillt, den Verein wieder zu verlassen, und auch die Franzosen wollen ihren Superstar wieder abgeben.

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"Neymar kann PSG verlassen, wenn es ein Angebot gibt, das für alle passt", erklärte Leonardo. "Aber bis heute wissen wir nicht, ob und zu welchem Preis ihn jemand kaufen will." Es habe "oberflächliche Kontakte" mit Neymars Ex-Klub Barcelona gegeben, aber noch kein Angebot. Ausgang ungewiss, trotzdem der Beginn einer neuen Zeitrechnung ...

Leonardo will wieder für Ruhe sorgen, weshalb ein Abgang von Neymar für beide Seiten die beste Lösung zu sein scheint. "PSG will sich auf Spieler verlassen, die bleiben und etwas Großes aufbauen wollen. Wir brauchen keine Spieler, die dem Verein einen Gefallen tun würden, indem sie hier bleiben."

Neue Spieler sucht PSG vor allem für die Defensive: "Wir brauchen einen defensiven Mittelfeldspieler und vielleicht einen Spieler, um die Innenverteidigung zu stärken. Im Angriff haben wir viele Lösungen", sagte der 49-Jährige, der zudem verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen will.

De Ligt kommt nicht

Teure Abwehrspieler wie den gehandelten Ajax-Jungstar Matthijs de Ligt wird sich PSG in diesem Sommer nicht leisten können. "De Ligt wird nicht zu PSG kommen", bestätigte Leonardo. "Die Möglichkeit war da. Er ist ein großartiger Spieler, aber es war kein guter Zeitpunkt, um eine große Investition zu tätigen."

Ob Thomas Tuchel noch eine Zukunft in Paris hat, scheint ebenfalls in den Sternen zu stehen. Le Parisien zufolge wünscht sich Leonardo einen Trainer, den er selbst verpflichtet hat. Ganz oben auf der Liste soll der Italiener Massimiliano Allegri stehen, doch bei den Klubbossen aus Katar soll Tuchel weiterhin hoch im Kurs stehen.

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Angesichts der eher ungünstigen Voraussetzungen für die kommende Spielzeit verabschiedet sich PSG schon von seinem großen Traum: "Wir sollten uns nicht auf einen Gewinn der Champions League konzentrieren, sondern einfach etwas Dauerhaftes aufbauen", meinte Leonardo. "Vielleicht machst du einen Schritt zurück, um zehn nach vorne zu machen."

Völlig ungewohnte Aussagen aus der französischen Hauptstadt …

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