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Renato Sanches findet auch beim OSC Lille noch nicht zu alter Form. Trainer und Präsident nehmen ihn in Schutz und erklären die Gründe für sein Scheitern in München.

Im Sommer verließ Renato Sanches den FC Bayern Richtung OSC Lille, um wieder regelmäßig zu spielen und zu alter Klasse zurückfinden zu können.

Allerdings läuft es für den Mittelfeldspieler auch in der Ligue 1 noch nicht rund, beim 1:1 am Sonntag bei Stade Rennes wurde er lediglich nach 61 Minuten eingewechselt.

Zuvor hatte es harte Kritik am Portugiesen gehagelt, nach dem 0:3 in der Champions League bei Ajax Amsterdam urteilte die L'Équipe: "Renato Sanches erleidet Schiffbruch. Er ist noch auf der Suche nach sich selbst."

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Galtier: Sanches "nicht der Retter des Teams"

Sein Trainer Christophe Galtier nimmt den 22-Jährigen jedoch in Schutz. "Ich fand die Kritik übertrieben. Man muss geduldig und nachsichtig mit ihm sein. Renato arbeitet viel. Ich möchte nicht, dass der ganze Druck auf ihm lastet. Er muss sich anpassen, sein Tempo wiedererlangen. Nur, weil er Renato Sanches heißt, muss er nicht der Retter des Teams sein."

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Auch Präsident Gérard Lopez hat die Hoffnung beim 20-Millionen-Neuzugang noch lange nicht aufgegeben. "Er ist ein Spieler, der Zeit braucht. Bei uns hat er keinen Druck. Wenn ich höre, dass Renato Sanches ein schlechtes Match (gegen Ajax, d. Red.) gemacht hat, dann muss ich lachen, weil es dieselben Leute sind, die in einem Jahr sagen werden, dass Renato Sanches großartig ist", erklärte der Lille-Boss bei Canal Football Club.

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Laut Lopez war Bayern für das Talent der falsche Klub zur falschen Zeit. "Bei Benfica ist er zu Hause. Bei Portugal ist er zu Hause. Aber er geht zu Bayern und ist dort verloren. Es ist ein großartiger Verein, aber vielleicht nicht der Klub für junge Spieler, die kein Deutsch sprechen", erklärte der Präsident.

Sanches räumt Fehler ein

Sanches selbst hatte kürzlich Fehler während seiner Bayern-Zeit eingeräumt. "Im ersten Jahr habe ich mich nicht angepasst. Ich war nur sechs Monate lang Profi bei Benfica Lissabon und plötzlich wechselte ich zu einem der besten Klubs der Welt. Als ich dort ankam, war alles komplett anders", meinte er im Gespräch mit RMC Sport.

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Für Lille absolvierte der Europameister von 2016 bislang vier Pflichtspiele, für Bayern waren es in drei Jahren insgesamt 53.

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