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München - Neymar könnte nach seinem Platzverweis gegen Olympique Marseille lange gesperrt werden. Auch seinem Gegenspieler Alvaro Dominguez droht eine heftige Strafe.

Trainer Thomas Tuchel muss womöglich bis Anfang November auf Superstar Neymar von Paris Saint-Germain verzichten.

Der Brasilianer flog im Skandalspiel gegen Olympique Marseille am Sonntag vom Platz, weil er Gegenspieler Alvaro Gonzalez auf den Hinterkopf geschlagen hatte. Nach dem Spiel wütete er bei Twitter und beschuldigte Gonzalez, ihn rassistisch beleidigt zu haben. Einen Tag später entschuldigte er sich bei Instagram für seinen Ausraster.

Laut des französischen Senders RMC Sport droht Neymar nun eine Sperre von bis zu sieben Pflichtspielen. Diese Strafe gibt die LFP Disziplinar-Kommission bei einem Angriff maximal vor, wenn der Ball nicht im Spiel ist. Wird die Rote Karte als Grund für versuchte Körperverletzung gewertet, wäre die Sperre maximal sechs Spiele.

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Wird Neymar tatsächlich sieben Spiele gesperrt, wäre er erst am 10. Spieltag der Ligue 1 wieder spielberechtigt, der für den 8. November angesetzt ist.

Gonzalez drohen bis zu zehn Spiele Sperre

Die Kommission trifft sich am Mittwoch und berät über die Sanktionen. Dabei könnte eine Untersuchung wegen des angeblichen rassistischen Vorfalls eingeleitet werden. Wird eine rassistische Beleidigung bewiesen, droht Gonzalez eine Sperre von bis zu zehn Spielen. Die Entscheidung über mögliche Sanktionen wird vermutlich erst in der kommenden Woche fallen, das nächste PSG-Spiel gegen Metz am Mittwoch wird Neymar aber auf jeden Fall verpassen.

Er werde die fällige Strafe akzeptieren, schrieb Neymar nun, er hoffe aber gleichzeitig, dass auch Gonzalez büßen müsse. "Rassismus existiert. Er existiert. Aber wir müssen ihn stoppen. Nie mehr. Genug!", stellte Neymar klar.

"Alvaro Gonzalez ist kein Rassist", teilte Marseille dagegen in einem Statement mit. "Das wissen wir durch sein tägliches Verhalten, seit er zum Klub gekommen ist."

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