Doppel-Alu lässt Lasogga verzweifeln

Pierre-Michel Lasogga spricht über seinen Hype bei Leeds United. Der Stürmer hat endlich wieder Spaß am Fußball. Dem HSV drückt er trotz aller Differenzen die Daumen.

Beim Hamburger SV stand Pierre-Michel Lasogga nur noch auf dem Abstellgleis. Lediglich wenige Minuten stand er bei den Spielen des Bundesliga-Dinos auf dem Platz. Investor Klaus-Michael Kühne nannte den Stürmer sogar eine Lusche, nachdem die Tore ausblieben. 

Für Lasogga war es im vergangenen Sommer daher an der Zeit für einen Tapetenwechsel. Und so verschlug es den 26-Jährigen schließlich für eine einjährige Leihe in die zweite englische Liga zu Leeds United. Dort tankte er Selbstvertrauen.

In 18 Ligaeinsätzen für seinen neuen Klub verbuchte Lasogga bisher sieben Tore und vier Vorlagen.

Lasogga bereut Leeds-Leihe nicht

Die Fans lieben den Stürmer. "Im Sommer habe ich lange überlegt, ob der Schritt nach Leeds der richtige ist. Jetzt bin ich überzeugt, dass ich in meiner Situation beim HSV im Sommer alles richtig gemacht habe", so Lasogga in der Sport Bild.

Mutter hilft bei Eingewöhnung

Bei seinem Wechsel hatte der ehemalige Hertha-Spieler klare Ziele: "Es war wichtig für mich, einfach wieder Spaß zu haben, erfolgreich zu sein und ein Umfeld im Verein zu haben, das zu 100 Prozent auf mich baut. Hier ist das der Fall." 

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Dass er sich so schnell wohlfühlte, lag mit Sicherheit auch an seiner Mutter: "Sie kannte nach zwei Wochen jeden Ordner, jede Loge. Sie kommt mit allen hier richtig gut klar. Ich würde sagen, der Logenbereich gehört meiner Mutter."

Die schwere Zeit in Hamburg und die negativen Äußerungen von Kühne will Lasogga in England vergessen machen: "Ich war natürlich enttäuscht, dass ich solche Dinge aus dem eigenen Verein gehört habe. So etwas hat auch mit Respekt zu tun. Aber den Schritt nach Leeds habe ich nicht gemacht, weil ich Kritikern etwas beweisen müsste. Ich habe den Schritt für mich gemacht."

Lasogga auf dem Weg zurück zur Tormaschine

Obwohl seiner Tochter momentan der Leeds-Strampler übergezogen wird, behält der 26-Jährige die Hamburger aber weiterhin im Auge: "Ich bin ja auch noch Spieler des HSV. Mit Aaron Hunt schreibe ich auch viel Whatsapp."

Mit dem neuen Trainer Bernd Hollerbach hatte er bisher jedoch noch keinen Kontakt: "Ich glaube, er hat in Hamburg gerade Wichtigeres zu tun. Wenn sie rechtzeitig die Kurve kriegen, wird er sich mit Sicherheit melden." 

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Auch über seine Zukunft nach dem Leihgeschäft, denkt Lasogga bisher noch nicht nach: "Alles andere wäre verschwendete Energie. Schlussendlich habe ich noch ein Jahr Vertrag in Hamburg. Und wünsche mir, dass der HSV in der Bundesliga bleibt.

Bis dahin tankt der Torjäger beim englischen Zweitligisten weiter ordentlich Selbstvertrauen. "Ich bin auf einem gute Weg dahin, dass ich mich selber wieder als Tormaschine sehe."

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