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Cardiff City bestreitet eine Beteiligung an der Organisation des Unglücksfluges von Emiliano Sala und prüft nun, ob der Unfall auf Fahrlässigkeit zurückzuführen ist.

Der mögliche Flugzeugabsturz von Emiliano Sala ist nicht nur eine menschliche Tragödie, er hat für Cardiff City auch erhebliche finanzielle Konsequenzen.

Der Klub aus der Premier League, der den Argentinier kurz vor dessen Flug über den Ärmelkanal verpflichtet hatte, zahlte an dessen früheren Klub FC Nantes eine geschätzte Gesamt-Ablösesumme von 34 Millionen Euro.

Nach englischen Medienberichten ist der Verein bis zu einer Summe von etwa 20 Millionen Euro versichert. Damit bliebe ein Verlust von 14 Millionen Euro übrig.

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Wie der Telegraph berichtet, bestreitet der walisische Verein eine Beteiligung an der Organisation des verhängnisvollen Fluges und prüft nun seine rechtliche Position. "Wir prüfen, ob der Unfall auf Fahrlässigkeit zurückzuführen ist", zitiert das Blatt eine Mitteilung des Premier-League-Klubs.

Cardiff: Sala-Berater buchte Flug

Demnach sei der Flug nicht von Cardiff City, sondern von Salas Berater gebucht worden.

Zuvor hatten englische Medien übereinstimmend berichtet, dass der Pilot nur eine private Fluglizenz besessen habe. Er hätte Passagiere aber nur transportieren können, wenn er eine gewerbliche Lizenz hätte.

Wie der Telegraph berichtet, habe es sich bei der Unglücksmaschine um ein einmotoriges Flugzeug aus dem Jahr 1984 gehandelt.

Cardiff stellt Zahlungen an Nantes ein

Einstweilen hat Cardiff die Zahlungen an Nantes eingestellt. 

Sobald alle Fragen zur Unglücksursache beantwortet seien, werde der Klub alle nötigen Zahlungen veranlassen, erklärte Cardiff City weiter.

Die Polizei der britischen Insel Guernsey hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Suche des mit einem Kleinflugzeug vermutlich über dem Ärmelkanal abgestürzten 28-Jährigen wegen zu geringer Überlebenschancen eingestellt worden sei. 

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