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München - Mesut Özil ist fit und darf trotzdem nicht für den FC Arsenal spielen. Unai Emery befindet: Andere Spieler seien besser. Der Trainer bewegt sich auf gefährlichem Terrain.

Seine Teamkollegen hätten Mesut Özil gut gebrauchen können.

Arsenal unterlag am Samstagabend 0:1 bei West Ham United und offenbarte die gesamten 90 Minuten über eklatante spielerische Mängel. Den Gunners fehlte ein Kreativspieler.

Der deutsche Ex-Nationalspieler hatte es nicht einmal in den Kader geschafft.

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Und das, obwohl Özil nach zahlreichen Blessuren in der vergangenen Woche endlich mal wieder komplett mit der Mannschaft trainiert hatte. 

Aus dem Post, den Özil am Freitag nach dem Abschlusstraining bei Instagram abgesetzt hatte, war noch die Hoffnung auf einem Platz im Kader herauszulesen. Doch Unai Emery befand anders.

"Die Spieler hier", sagte der Trainer vor Anpfiff zu Metro mit Blick auf seine 18 Nominierten, "sind besser für das heutige Spiel".

Eine sportliche Fehleinschätzung?

Kritik an Emery: "Özil wird verschwendet"

Statt Özil musste Alex Iwobi den Antreiber in der Öffensive geben. Pierre-Emerick Aubameyang tauchte zumeist im freien Raum hinter der Spitze auf. Zustande brachten beide kaum etwas.

Völlig dahin ging es mit Arsenals Spielzügen, als Emery zum Unverständnis vieler Beobachter nach gut einer Stunde auch noch Granit Xhaka auswechselte und der junge, noch arg unbeholfene Matteo Guendouzi in der Zentrale fortan völlig auf sich allein gestellt war.

Hinterher musste sich Arsenals Coach böse Worte anhören.

Die Sun kommentierte: "Emery verwandelt Arsenal ins Mittelmaß. Superstars wie Özil oder Torreira werden verschwendet."

Der Trainer selbst verteidigte seine Personalwahl nach Spielende. Mit Blick auf Özil sagte er: "Er hat die Woche über normal gearbeitet. Aber wir haben mit ihm Spiele gewonnen und verloren." 

Tatsächlich war Arsenal bis Mitte Dezember 22 Spiele in Folge ungeschlagen geblieben. Teilweise mit Özils Dazutun.

Emery in der Özil-Falle

Von den letzten acht Partien haben die Gunners allerdings nur drei gewonnen. Dreimal kam der Deutsche dabei überhaupt nur zum Einsatz. 

Nach der neuerlichen Ausbootung am Samstag fragte die Sun bereits: "Ist das Özils Ende?"

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Drei der vier nächsten Arsenal-Gegner heißen Chelsea, Manchester United und Manchester City. Warum sollte Emery ausgerechnet in diesen Spielen wieder auf Özil setzen?

Zuletzt hatten sich bereits die Berichte gemehrt, der Klub wolle ihn loswerden, am besten schnellstmöglich. 

Inzwischen läuft Arsenal jedoch Gefahr, das Spitzenquartett in der Liga aus den Augen zu verlieren. Und an eben diesen ersten vier Plätzen hängt die sichere Qualifikation zur Champions League. 

Emery könnte arge Schwierigkeiten bekommen, wenn er sich am Saisonende dafür rechtfertigen muss, Özil im Winter abgegeben und dadurch die Königsklasse verpasst zu haben.

Mit seiner Personalentscheidung vom Samstag hat sich Unai Emery selbst eine Özil-Falle gebaut. 

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