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Jürgen Klopp sieht den deutschen Fußball nicht entscheidend im Hintertreffen © Getty Images
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In der Champions League sind die deutschen Teams gescheitert - genauso wie das DFB-Team in der Nations League. Jürgen Klopp gibt seine Einschätzung ab.

Nach Ansicht von Star-Trainer Jürgen Klopp werden Bundesliga und Nationalmannschaft derzeit schlechter gemacht, als sie sind.

Es fuße "auf einer oberflächlichen Beobachtung", dass der deutsche Fußball ein Problem habe, sagte der Teammanager des FC Liverpool im Interview mit der Welt am Sonntag.

Nach Ansicht des 51-Jährigen hätte der deutsche Rekordmeister Bayern München gegen seine Reds im Achtelfinale der Champions League (0:0, 1:3) durchaus weiterkommen können. 

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Auch sein Ex-Klub Borussia Dortmund war nach Klopps Dafürhalten gegen Tottenham Hotspur trotz eindeutiger Resultate (0:3, 0:1) auf Augenhöhe: "Zwei Halbzeiten lang war der BVB die bessere Mannschaft - nur leider nicht zwei zusammenhängende."

Lediglich das Aus von Schalke 04 gegen den englischen Meister Manchester City (2:3, 0:7) sei eindeutig gewesen.

Auch die deutsche Nationalmannschaft kommt für Klopp in der öffentlichen Bewertung zu schlecht weg. Zum jüngsten 3:2-Erfolg der DFB-Elf in der EM-Qualifikation in den Niederlanden "muss man sagen: Was ist das denn für eine Ansammlung von super Spielern? Das ist Wahnsinn, was da nachgekommen ist."

Dass nach dem Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft bei der WM 2018 und dem frühen Aus der meisten Bundesligaklubs im Europacup nun "Panik verbreitet" werde, hat laut Klopp aber auch sein Gutes, "weil dadurch die Sinne geschärft werden und mehr Gas gegeben wird. Aber der deutsche Fußball ist nicht schlecht".

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Allerdings, fügte er an, sei die Top Sechs der Premier League "in der Breite besser" und "eine Klasse für sich".

Klopp, der mit dem FC Liverpool im Duell mit Manchester City um die Meisterschaft kämpft und eine 29-jährige Durststrecke der Reds beenden könnte, sieht unabhängig vom Saisonausgang seine Zukunft an der Anfield Road. Er sei "total glücklich" und fühle sich "nicht im Ansatz fertig", betonte der gebürtige Schwabe, der in Liverpool einen Vertrag bis 2022 besitzt.

Zuletzt hatte Deutschlands Fußballikone Franz Beckenbauer erklärt, ein Engagement Klopps beim FC Bayern wäre "der Höhepunkt". Klopp wollte diese Aussage nicht überbewerten: "Der Franz haut einfach mal so einen Satz raus - und löst damit natürlich einiges aus. Doch das war ihm immer schon wurscht."

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