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Jürgen Klopp spricht über die Zeit nach dem FC Liverpool und kündigt eine Pause an. Ralf Rangnick lobt er in höchsten Tönen. Eine Super League kritisiert er.

Am Ende der vergangenen Saison gewann Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool die Champions League und erst vor wenigen Wochen den europäischen Supercup.

Ist das logische Ziel ein Sieg in einer möglichen Super League? Ganz im Gegenteil! Der deutsche Trainer warnt vor einer Übersättigung im Fußball.

"Ich hoffe, diese Super League wird es nie geben. Mit der Art, wie die Champions League jetzt abläuft, hat der Fußball ein ganz tolles Produkt. Auch mit der Europa League, in der allerdings die eine zusätzliche Runde auch nicht vergnügungssteuerpflichtig ist", sagte Klopp dem kicker.

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Klopp sieht die UEFA mit den derzeitigen Klubwettbewerben gut aufgestellt und in dieser Hinsicht keinen akuten Handlungsbedarf. Der ehemalige Dortmund-Trainer lobt auch die Variabilität der Königsklasse: "Für mich ist die Champions League die Super League, in der nicht immer dieselben Mannschaften spielen müssen."

Klopp: "Wer will das jedes Jahr sehen?"

Dass bei einer möglichen Super League auch ein finanzieller Aspekt eine große Rolle spielt, ist auch Klopp bewusst. Allerdings warnt er vor den Konsequenzen einer Einführung. "Natürlich ist es wirtschaftlich wichtig, aber warum sollten wir ein Setz-System schaffen, bei dem zehn Jahre in Folge Real Madrid gegen Liverpool zu sehen ist? Wer will das jedes Jahr sehen?"

Auf die Frage, was er machen würde, wenn er "sportlicher CEO" der UEFA wäre, entgegnete Klopp: "Ich würde so einen Job nie machen wollen. Aber wenn ich dort wäre, dann würde über Fußball gesprochen werden."

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Löw-Nachfolge: Rangnick "außergewöhnlicher Trainer"

Auch am Thema Nationalmannschaft war kein Vorbeikommen für Klopp. Trainerkollege Ralf Rangnick und er gelten in den Medien immer wieder als die aussichtsreichsten Kandidaten auf die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw.

Klopp wich dem Punkt Nationaltrainer allerdings aus und lobte viel mehr die hervorragende Arbeit Rangnicks, die dieser bei seinen vergangenen Stationen ablieferte.

"Ich kann nur sagen, dass ich Ralf für einen außergewöhnlichen Trainer halte. Für einen außergewöhnlichen, stilprägenden Trainer. Er ist bestimmt nicht die einfachste Person, das weiß er wahrscheinlich sogar selbst. Aber wo wäre Hoffenheim ohne ihn? Wo wäre Salzburg ohne ihn? Wo wäre Leipzig ohne ihn? Auch wenn es jeweils entsprechende finanzielle Mittel gab, das hätten keine zwei anderen so hingekriegt wie er", sagte Klopp.

Auszeit nach Liverpool-Amtszeit

Für seine eigene Zukunft deutete Klopp dagegen eine Auszeit an. Auf die Frage, ob nach seinem Vertragsende in Liverpool eine Pause am wahrscheinlichsten sei, antwortete der 52-Jährige: "Davon muss man ausgehen."

Er habe "absolut genug Energie für das, was ich mache", ergänzte Klopp: "Ich habe nur ein Problem: 'Ein bisschen' kann ich nicht. Ich kann nur 'ganz oder gar nicht'."

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