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Michael Owen (l.) spricht in seiner Autobiographie auch über die Beziehung zu David Beckham
Michael Owen (l.) spricht in seiner Autobiographie auch über die Beziehung zu David Beckham © Getty Images
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Michael Owen rechnet in seiner Autobiographie mit einigen Wegbegleitern ab - darunter David Beckham, Fabio Capello und Alan Shearer.

2001 gewann er mit dem FC Liverpool den UEFA-Cup, kurz später wurde Michael Owen zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Jetzt – 18 Jahre später – veröffentlicht der ehemalige englische Nationalstürmer eine Autobiografie - und sorgt damit für reichlich Wirbel!

Auszüge daraus wurden nun vom Mirror veröffentlicht. Von David Beckham über Ex-Nationaltrainer Fabio Capello bis hin zu "Three Lions"-Legende Alan Shearer bekamen zahlreiche Weggefährten von Owen ihr Fett weg.

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Vorwurf an Beckham wegen Rot bei WM 1998

Von Beckham, seinem Teamkollegen im Nationaltrikot, mit dem er sich privat gut verstanden habe, zeigt sich Owen enttäuscht.

In Bezug auf dessen Rot Karte im Achtelfinale der WM 1998 gegen Argentinien sagt Owen: "Hat er die Behandlung verdient, die er danach bekommen hat? Sicherlich nicht. Aber David hat uns im Stich gelassen und ich hege heute noch einen Groll gegen das, was passiert ist."

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Auch über Beckhams Frau Victoria verliert Owen einige Worte. Er habe herausgefunden, dass sie enttäuscht von ihm war, dass er ihrem Mann nicht den Rücken gestärkt habe. Owen verteidigt sich und erklärt, er sei in der Hierarchie zu weit unten gewesen, um "Kopf hoch" zu sagen. "Ich war nur ein Kind", erklärt der Ex-Nationalspieler.

Owen attackiert Capello

Mit dem früheren Nationaltrainer Fabio Capello rechnet Owen regelrecht ab.

Er beschuldigt ihn, seine Karriere im Nationaltrikot beendet zu haben und kritisiert: "Er war sehr streng, wenn es um Essen ging und er sprach kein Wort Englisch." Wie der englische Fußballverband (FA) jemanden zum Nationaltrainer machen könne, der kein Englisch spricht, findet Owen völlig unverständlich.

Auch die Misserfolge der Nationalmannschaft sieht Owen als Folge der mangelnden Kommunikation: "Wie soll uns so jemand etwas sagen?" Der 39-Jährige ist zudem der Meinung, dass Capello "gut bezahlt wurde", um seine Karriere und den englischen Fußball zu zerstören.

Twitterfehde mit Shearer

Auch der ehemalige Newcastle-Stürmer Alan Shearer kommt in Owens Buch vor.

Der 49-Jährige war als Interimstrainer von Newcastle United angeheuert worden, um die letzten acht Spiele der Saison 2008/09 zu bestreiten. In dieser Zeit habe sich zwischen den früheren Freunden ein Konflikt entwickelt.

Nachdem Owen seinem früheren Kapitän mitgeteilt habe, dass er sich für das letzte Spiel der Saison nicht fit fühle, habe dieser Owen unterstellt, dass er bereits ein Auge auf seinen nächsten Vertrag geworfen habe. Außerdem sei er dafür verantwortlich, dass sich Newcastle in Abstiegsnot befand.

Als Reaktion auf die Anschuldigungen in Owens Autobiografie entwickelte sich zwischen den einstigen Weggefährten ein Streit auf Twitter.

Owen hatte Shearer unterstellt, dass dieser den Verein so schnell wie möglich verlassen wollte, nachdem er von Sir Bobby Robson auf die Bank verbannt worden war.

Shearer reagierte auf Twitter auf die Beschuldigungen, indem er ein Video vom damaligen noch aktiven Owen postete, in dem dieser sagte, dass er nicht abwarten könne, zurückzutreten.

Owen beleidigt Newcastle-Fans

Auch mit den Fans von Newcastle soll Owen sich nicht vertragen haben. Es sei bejubelt worden, als er auf einer Bahre mit einer Gehirnerschütterung abtransportiert wurde.

"Ich kann nicht leugnen, dass ihr Verhalten an diesem Tag Dinge für mich verändert haben. Ich wollte mich nicht länger bei den Fans einschmeicheln. Ich dachte mir danach, dass ich mich gegenüber f****** Newcastle-Fans nicht rechtfertigen muss."

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