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Jürgen Klopp (l.) will mit Sadio Mané und Co. weiter für Furore beim FC Liverpool sorgen
Jürgen Klopp (l.) will mit Sadio Mané und Co. weiter für Furore beim FC Liverpool sorgen © Getty Images
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München - Jürgen Klopp verlängert vorzeitig seinen Vertrag als Trainer des FC Liverpool. Es ist zugleich eine vorläufige Absage an eine Rückkehr nach Deutschland.

Jürgen Klopp setzte sein typisches Lächeln auf, ehe er den Fans des FC Liverpool in einer 89-sekündigen Videobotschaft ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machte.

Noch zwei Jahre länger bis 2024 bleibt der deutsche Star-Coach verantwortlich für die Geschicke des Champions-League-Siegers. Die vorzeitige Vertragsverlängerung des Teammanagers ist ein Treuebekenntnis an den emotional aufgeladenen Tabellenführer der Premier League - und eine klare Botschaft an den DFB oder Bayern München.

Klopp: "Konnte nicht daran denken, zu gehen"

"Dieser Klub ist so gut aufgestellt, ich konnte nicht daran denken, zu gehen", sagte Klopp, der nun schon vier Jahre in Liverpool weilt und bereits unangefochtenen Heldenstatus genießt: "Wir haben uns entschieden, fortzusetzen, was bislang nicht allzu schlecht funktioniert hat", meinte der 52-Jährige weiter.

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Recht hat er, mit dem Triumph in der Königsklasse im vergangenen Sommer hat er sein Titel-Versprechen vom Amtsantritt im Oktober 2015 gehalten. Doch er will noch mehr.

"Für mich persönlich ist das eine Absichtserklärung, weil ich weiß, was wir hier erreicht haben und, was es noch zu erreichen gibt", erklärte Klopp einen Tag vor dem Ligaspiel gegen Schlusslicht Watford.

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Gemeint ist damit an vorderster Stelle der englische Meistertitel, den er in der abgelaufenen Spielzeit noch so knapp verpasst hatte. Diese Saison soll aber der sehnlichste Wunsch der Fans nach 30 Jahren Durststrecke endlich erfüllt werden. Dass Liverpool die derzeit acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Leicester City verspielt, halten die wenigsten für wahrscheinlich.

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Und spätestens beim Titelgewinn wäre Klopp unsterblich im roten Teil der Stadt, auch wenn er davon schon jetzt nicht allzu weit entfernt sein dürfte. Denn Fans, Klub und Klopp sind tief miteinander verbunden, wie der Deutsche andeutete.

"Als ich im Herbst 2015 den Anruf erhalten habe, hatte ich das Gefühl, dass wir perfekt füreinander sind. Wenn überhaupt, weiß ich jetzt, dass ich das damals unterschätzt habe. Nur weil ich den totalen Glaube habe, dass diese Zusammenarbeit beidseitig verläuft, bin ich in der Lage, dieses Bekenntnis bis 2024 zu geben."

Doch nicht überall dürfte die Nachricht mit Jubelstürmen aufgenommen worden sein. Verantwortliche aus Klopps alter Heimat, die auf eine baldige Rückkehr nach Deutschland gehofft hatten, sind nun vorerst ruhig gestellt.

Löw-Nachfolger beim DFB? Für Klopp kein Thema

Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) etwa, wo Bundestrainer Joachim Löw bis Ende 2022 unter Vertrag steht, galt Klopp als idealer Kandidat für die Nachfolge. Derlei Diskussionen sind für Klopp jetzt erst mal kein Thema mehr.

"Für die nächsten dreieinhalb Jahre muss da niemand drüber sprechen", sagte er am Freitag auf einer Pressekonferenz. 

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Auch der FC Bayern ist ja bekanntlich auf der Suche nach einem Trainer. Aus der Lösung Klopp wird aber erst einmal nichts. Genauso wenig kommt nun ein spektakuläres Comeback bei Borussia Dortmund infrage. Denn Klopp ist in Liverpool noch nicht fertig.

Ob er gar seine Karriere in England beenden werde, wollte er nicht sagen: "Für immer? Ich bin nicht sicher. Aber viereinhalb Jahre sind ja 'für immer' im Fußball."

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