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Jürgen Klopp ist nach der milden Strafe für Manchester City nicht gerade erfreut - Pep Guardiola holt derweil zum Rundumschlag gegen seine Kritiker aus.

Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Meister FC Liverpool hat die Aufhebung der zweijährigen Europacup-Sperre für Rivale Manchester City kritisiert - und damit Pep Guardiola verärgert. 

"Um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass es ein guter Tag für den Fußball war", sagte Klopp über die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS vom Montag.

Klopp tat sich bei seiner Pressekonferenz vor dem Gastspiel beim FC Arsenal am Mittwoch (21.15 Uhr) sichtlich schwer mit einer Einordnung des Urteils.

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"Ich weiß nicht, ob ich darauf antworten kann, das ist ein ernstes Thema. Es ist ein Problem, dass ich das nicht in meiner Muttersprache tun kann", sagte der 53-Jährige. Klopp betonte, er wolle niemanden verurteilen, halte das Financial Fairplay (FFP) der UEFA, das viele Experten durch den Schiedsspruch stark beschädigt sehen, aber für "eine gute Idee".

Guardiola schlägt zurück

Die Reaktion von Citys Trainer Guardioa ließ nicht lange auf sich warten. Dieser sprach von einem "guten Tag für den Fußball" und holte zum Rundumschlag gegen seine Kritiker aus: "Hört auf, hinter unserem Rücken zu tuscheln - kommt auf den Platz!" Neben Klopp hatte sich auch Tottenhams Trainer José Mourinho zu Wort gemeldet und das CAS-Urteil als Schande bezeichnet.

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"Man sollte sich bei uns entschuldigen. Was wir getan haben, war richtig", hielt Guardiola (49) dagegen: "Wir wurden nicht gesperrt, weil wir die Regeln des Financial Fair Play befolgt haben - sonst wären wir ja gesperrt worden." 

Der frühere Bayern-Coach meinte, die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS am Montag habe ihn "unglaublich glücklich" gemacht. "Sie hat bewiesen, dass alles, was die Leute behauptet haben, unwahr ist." Es sei behauptet worden, dass City "betrüge und lüge", die Unschuldsvermutung habe nie gegolten, behauptete er. Es sei "schwer" gewesen, diesem Verdacht ausgesetzt zu sein. Dabei spiele City doch "unter denselben Regeln wie all die anderen Elite-Klubs".

Klopp hofft auf das Financial Fairplay

"Aus persönlicher Sicht finde ich es gut, dass City in der Champions League spielen darf", sagte Klopp, "sie haben jetzt nicht zehn, zwölf Spiele in der Premier League weniger, da hätte kein anderes Team in der Liga auch nur eine Chance gehabt."

Das FFP sei dazu da, "Teams und den Wettbewerb zu schützen, damit niemand zu viel Geld ausgibt".

Falls aber reiche Klubs oder Länder tun könnten, was sie wollten, "wird es schwierig. Das würde zu einer Weltliga führen". Daher hoffe er, dass das FFP zum Wohle des Fußballs erhalten bleibe.

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