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Felix Sturm v Fedor Chudinov - Super Middle Weight World Championship
Felix Sturm muss sich vor Gericht verantworten © Getty Images
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Vor drei Jahren wird Felix Sturm des Dopings überführt. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten, dem Ex-Weltmeister droht sogar eine Haftstrafe.

Dem ehemaligen Profibox-Weltmeister Felix Sturm droht knapp drei Jahre nach seiner Überführung als Dopingsünder ein juristisches Nachspiel.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat den 39-Jährigen angeklagt und wirft dem gebürtigen Bosnier "Selbstdoping, Teilnahme an einem Wettkampf unter Selbstdoping und gefährliche Körperverletzung" vor. Ein Sprecher des Kölner Landgerichts bestätigte dem SID einen entsprechenden Bericht der Sport Bild.

Sturm war nach seinem Sieg am 20. Februar 2016 in Oberhausen in der WM-Revanche gegen den Russen Fjodor Tschudinow in A- und B-Probe positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet worden. Bislang gab es keine Sperre gegen Sturm, weder durch den Weltverband WBA noch durch den Bund Deutscher Berufsboxer.

Sturm droht Haftstrafe

Sturm hatte seinen WBA-Titel im Supermittelgewicht im Oktober 2016 niedergelegt und seitdem auch nicht mehr im Ring gestanden. Sein Kampfrekord steht bei 40 Siegen, fünf Niederlagen und drei Unentschieden.

Die Anklage sei Felix Sturm inzwischen zugestellt worden, erklärte der Sprecher des Landgerichts der Sport Bild, "er hat nun die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben. Danach entscheidet die Kammer, ob und mit welchen Anklagepunkten das Hauptverfahren eröffnet wird."

Im Falle einer Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung droht Sturm eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Bei Selbstdoping reicht das Strafmaß von Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsentzug. Mit einer Entscheidung des Gerichts wird frühestens im Laufe des kommenden Jahres gerechnet.

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