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Bei der Sauerland Fight-Night in Hamburg sind die deutschen Boxer überaus erfolgreich. Abass Baraou feiert eine wahre Gala, während Artem Harutyunyan per TKO überzeugt.

Abass Baraou feiert eine wahre Box-Gala und bewahrt seine weiße Weste.

Gegen den Mexikaner Abraham Juarez musste der Berliner im Superweltergewicht nicht mal über die volle Distanz gehen. Bereits in der vierten Runde schickte er seinen Kontrahenten auf die Bretter. Der rettete sich zwar noch in die Pause, gab aber zu Beginn der fünften Runde auf.

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"Ich habe mich auf einen harten Kampf eingestellt. Daher wollte ich immer wieder schauen, wie hart der Gegner ist, ob ich es früher beenden kann oder ob er über die volle Distanz geht. Überraschenderweise ging er dann in der vierten Runde auf den Boden", zeigte sich Baraou nach dem Kampf bei SPORT1 zufrieden mit seiner Leistung.

Doch trotz dem vorzeitigen Ende hatte er auch lobende Worte für seinen Gegner. "Der Mexikaner war ein starker Junge. Und den wollte ich schlagen und darauf habe ich mich eingestellt."

Über seine weitere Zukunft konnte er noch keine Auskunft geben. Die Planung würde in den Händen seines Managements liegen.

Harutyunyan mit Premieren-Sieg

Im Superleichtgewicht feiert Artem Harutyunyan seine erste erfolgreiche Titelverteidigung als IBO International Champion. Gegen den Argentinier Miguel Cesario Antin gelang dem 29-Jährigen ein Erfolg durch technischen K.o. Vor Beginn der fünften Runde signalisierte sein Gegner die Aufgabe.

Bereits im Vorfeld des Kampfes zeigte er sich heiß auf den Fight. "Ich kann garantieren, dass wir sehr schöne Kämpfe liefern. Ich habe einen sehr starken Gegner und werde mein Bestes geben", versprach er bei SPORT1.

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Dieses Beste hatte er dann im Ring auch ausgepackt und seinen Gegner von Beginn an die Defensive gedrängt. Bereits in Runde drei brachte er den 26-Jährigen in Bedrängnis und deckte ihn auch in Runde vier mit einem Schlaghagel ein.

Der Argentinier konnte sich zwar noch in die Pause retten, zur fünften Runde trat er dann aber nicht mehr an.

Trotz Verletzung zum Sieg

Für Harutyunyan war es der sechste vorzeitige Sieg in seiner Profi-Karriere. Nach dem Kampf hatte er trotzdem nur Respekt für seinen Kontrahenten. "Riesen Respekt an meinen Gegner aus Argentinien, dass er sich dem Kampf gestellt hat. Aber ich habe im Laufe des Kampfes auch gemerkt, dass er nicht über die volle Distanz mithalten kann und habe Dampf gemacht."

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Umso erstaunlicher ist die bemerkenswerte Leistung einzustufen, da sich der Titelverteidiger bereits in der ersten Runde verletzte. "Das haben die Zuschauer gar nicht gemerkt, ich habe mir in der ersten Runde den linken Daumen verletzt, aber habe versucht, mir nichts anmerken zu lassen."

Nun setzt er sich neue Ziele und die beinhalten über kurz oder lang auch einen Kampf um einen großen Titel. "Ich weiß, dass ein Argentinier IBO-Weltmeister ist und diesen Titel will ich mir holen."

Fair Play-Moment des Abends

Bereits zum Auftakt der Fight Night sorgte Mariano Diaz Strunz für einen großen Moment des sportlichen Fair Plays.

Sein Gegner José Larduet Gomez knickte bereits in der zweiten Runde ihres Kampfes unglücklich weg und musste mit Verdacht auf Innenbandriss den Kampf beenden. Strunz ließ es sich dann nicht nehmen, seinem Gegner aus dem Ring zu helfen.

Der Deutsche James Kraft musste bei seinem Punktsieg gegen Nicolas Holcapfel (Slowakei) einen fiesen Tiefschlag hinnehmen. Aber auch der konnte seinen Erfolg nicht verhindern.

"Ich muss ehrlich sagen, der Tiefschlag hat mich richtig außer Kontrolle gebracht. Aber der Junge war auch ein richtig harter Brocken. Respekt, was der mir abverlangt hat", zog Kraft nach dem Kampf bei SPORT1 Bilanz.

Auch Araik Marutjan (Deutschland) konnte seinen Mittelgewichtskampf gegen Nikolozi Gviniashvili (Georgien) siegreich gestalten. Allerdings musste der 27-Jährige in seinem Kampf gehörig zittern und konnte sich erst nach Punkten durchsetzen.

Die TV-Kämpfe im Überblick

Araik Marutjan - Nikolozi Gviniashvili
José Larduet Gomez - Mariano Diaz Strunz
James Kraft - Nicolas Holcapfel
Artem Harutyunyan - Miguel Cesario Antin
Abass Baraou - Abraham Juarez

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