Prügel im Publikum! McGregor-Besieger rastet komplett aus
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München - "Kampf verloren, Schlacht gewonnen“, befindet UFC-Superstar Conor McCregor nach seiner skandalüberschatteten Pleite gegen Khabib Nurmagomedov. Tatsächlich ist sein Marktwert eher noch gestiegen.

Conor McGregor kann Khabib Nurmagomedov fast dankbar sein.

Der Prügel-Skandal, den der Russe und seine Entourage bei UFC 229 auslösten, zog nach dem Mega-MMA-Fight fast alle Aufmerksamkeit auf sich - und lenkte weitgehend von einem für McGregor unerfreulichem Detail des Kampfes ab: seiner Niederlage.

Für den Iren, der sich in den vergangenen Jahren zum zugkräftigsten UFC-Star aller Zeiten, zu einem globalen Superstar entwickelt hat, war es nicht der erste sportliche Rückschlag in der jüngeren Vergangenheit.

Schon im März 2016 hatte er gegen Nate Diaz seine erste Niederlage bei der UFC kassiert, auch in seinem groß gehypeten Box-Match gegen Floyd Mayweather zog er den Kürzeren.

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McGregor vs. Khabib – ein großer Zahltag

Via Twitter hat der entthronte Leichtgewichts-Champion - der vor dem Khabib-Fight fast zwei Jahre nicht im Octagon stand - bereits seinen Wunsch nach einem Rückmatch bekundet. Und es wird letztlich im Interesse aller Beteiligten sein, es einzufädeln.

Die Promotion erhofft sich 3 Millionen Pay-Per-View-Käufe von UFC 229, es wäre ein Rekord für die UFC und die dritthöchste Quote für ein Sportereignis überhaupt hinter dem Boxkampf zwischen Mayweather und Manny Pacquiao (4,6 Mio.) und Mayweather vs. McGregor (4,4 Mio.).

Das Interesse an einem Rückkampf gegen Khabib dürfte nach den Ereignissen am Wochenende noch größer sein, auch wenn die Neugier mal wieder auf fragwürdige Weise geweckt wurde.

"Wir haben den Kampf verloren, aber die Schlacht gewonnen. Und der Krieg läuft noch", dichtete McGregor bei Twitter. Man kann es so sehen.

Verbleib bei UFC logische Option

McGregor hatte durch seine lange Abwesenheit bei der UFC die Spekulationen wuchern lassen, ob er sich nicht ein anderes Betätigungsfeld suchen würde: eine Vollzeit-Boxkarriere, ein Wechsel nach Hollywood oder – wie Ronda Rousey – zur Wrestling-Liga WWE.

Der "Notorious One" schloss aber letztlich einen neuen, über sechs Kämpfe laufenden und angeblich hoch lukrativen Deal mit der UFC ab.

Aus finanzieller Sicht - und nur die zählt für den Selbstvermarktungskünstler – war es die logische Entscheidung.

Im Boxen könnte er nur durch einen Rückkampf gegen Mayweather noch einmal einen so großen Zahltag erleben, einen Karriere-Wechsel zum Showkämpfer ist vielleicht eine Option für später, wenn seine UFC-Laufbahn so erloschen sein sollte wie die von Rousey. Davon kann jetzt trotz der jüngsten Niederlagen nicht die Rede sein.

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Nochmal gegen Floyd Mayweather?

Bei der UFC hat McGregor neben einem Khabib-Rückkampf noch diverse attraktive Kampfoptionen, die er vor dem Fight bei ESPN selbst durchgespielt hat.

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McGregor hatte seinem Erzrivalen Diaz ein drittes Duell in Aussicht gestellt (McGregor gewann im August 2016 den zweiten Kampf nach Punkten). Außerdem sind Kämpfe gegen diverse Stars vergangener Tage im Gespräch: McGregor selbst nannte den früheren Mittelgewichts-Champion Anderson Silva, auch der frühere Weltergewichts-Champ Georges St. Pierre meldete kürzlich Interesse an einem Kampf gegen McGregor oder Khabib an.

Im Raum steht außerdem, ob Mayweather sich auf eine Revanche unter MMA-Regeln einlässt, McGregor zeigte sich auch offen für einen zweiten Boxkampf.

Was immer McGregor als nächstes tut: Die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wird ihm wieder gewiss sein.

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