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Shane McMahon sprang 2016 in seinem WrestleMania-Match vom Hell-in-a-Cell-Käfig
Shane McMahon sprang 2016 in seinem WrestleMania-Match vom Hell-in-a-Cell-Käfig © WWE
Lesedauer: 4 Minuten
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München - Die Rückkehr von Shane McMahon und sein WrestleMania-Match mit dem Undertaker schockten 2016 die WWE-Fans. Das Comeback hatte eine brisante Vorgeschichte.

Nach sechs Jahren Abwesenheit kehrte Shane McMahon zurück zu WWE - und forderte bei WrestleMania 32 den Undertaker in einem Hell in a Cell Match.

Mit dieser völlig unerwarteten Wendung überraschte die weltgrößte Wrestling-Liga im Februar 2016 ihre Fans - die meisten positiv, gemessen an den zahlreichen, überwiegend euphorischen Reaktionen.

Das Überraschungs-Comeback von "Shane-O-Mac" mündete in einem der denkwürdigsten Stunts in der Geschichte der Megashow. Aber auch schon die Ansetzung des Matches war damals eine Sensation.

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Realer Familienzwist zwischen Vince und Shane McMahon

Die Story, die die WWE vor den Kameras erzählte: Der am 15. Januar 1970 geborene Sohn von Firmenchef Vince McMahon kehrte zurück, weil er WWE von seiner Schwester Stephanie als heruntergewirtschaftet empfand. Er forderte seine Macht zurück und die Kontrolle über die Sendung Monday Night RAW. Vater Vince gab ihm eine Chance - unter der Bedingung, dass der den Taker bei WrestleMania bezwingen müsste.

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Die Ansetzung des Kampfs füllte die Lücke, die eine schwere Verletzung von John Cena in die Planungen gerissen hatte. Cena war eigentlich als Undertaker-Gegner vorgesehen und kam stattdessen erst zwei Jahre danach bei WrestleMania 34 zum Zuge.

Was das Undertaker-Shane-Match interessant machte, sind reale Ereignisse, die hinter der Fiktion stecken: Tatsächlich hatte Vince McMahon Shane sechseinhalb Jahren zuvor deutlich gemacht, dass Stephanie und ihr Ehemann Paul Levesque (Triple H) und nicht er das Erbe im Familienunternehmen antreten würden.

Shane legte darauf seinen Vizepräsidenten-Posten nieder, verließ die Firma und widmete sich anderen Geschäftsprojekten.

Shane-O-Mac mit irrem Stunt bei WrestleMania 32

Das Comeback änderte auch nichts an der Grundkonstellation hinter den Kulissen: Shane - der 2 Prozent der Firmenanteile hält - hat dort bei WWE bis heute keine offizielle Rolle, wenngleich er sich dort auch inzwischen wieder mehr einbringt.

Hauptsächlich diente sein aus dem Nichts kommendes Comeback, an seine Erfolge vor der Kamera anzuknüpfen. Shane ist zwar kein ausgebildeter Wrestler, stand aber immer wieder im Ring und erarbeitete sich in der legendären Attitude Era vor allem durch seine spektakulären Stunt-Einlagen große Popularität.

Im WrestleMania-Match - zusätzlich angeheizt durch die Klausel, dass der Undertaker bei einer Niederlage seine Karriere hätte beenden müssen - übertraf der damals 46 Jahre alte Shane sich dann auch noch mal selbst: Er sprang vom Dach des Käfigs rund sechs Meter in die Tiefe auf den Taker, der ihm allerdings auswich, durch ein Kommentatorenpult krachen ließ und danach besiegte.

Shanes Sturz war durch Luftpolster, die unter dem Pult versteckt waren, abgefedert und damit letztlich weniger gefährlich als zum Beispiel Mick Foleys sagenumwobener Sturz durch vom Käfigdach in den Ring. Dennoch war auch Shanes Stunt ein (kalkuliertes) Risiko.

Auch Undertaker setzte WWE-Karriere fort

Shane McMahon blieb nach seinem Comeback jahrelang im WWE-Programm präsent und bestritt immer wieder größere Matches, die meist von mehr oder weniger großen Stunt-Einlagen geprägt waren.

Auch der Undertaker setzte seine Karriere noch eine Weile fort, 2019 gab es gar nochmal ein Wiedersehen mit Shane im Ring: Bei der Großveranstaltung Extreme Rules besiegte der Taker zusammen mit Roman Reigns - seinem Gegner bei WrestleMania 33 im Jahr darauf - Shane-O-Mac und dessen Partner Drew McIntyre.

Erst im Jahr darauf scheint die Ära des Taker mit dem "Boneyard Match" gegen AJ Styles bei WrestleMania 36 endgültig ausgeklungen zu sein.

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