vergrößernverkleinern
CM Punk versuchte sich nach seinem WWE-Aus erfolglos als UFC-Kämpfer
CM Punk versuchte sich nach seinem WWE-Aus erfolglos als UFC-Kämpfer © Getty Images
Lesedauer: 5 Minuten
teilenE-MailKommentare

Die Comeback-Spekulationen um CM Punk werden immer verworrener: AEW-Vize Cody Rhodes bringt nun eine WWE-Rückkehr ins Spiel. Was läuft da wirklich?

CM Punk, der im Unfrieden geschiedene Ex-Topstar von WWE, hat sich am Tag von AEW All Out öffentlichkeitswirksam für eine Veranstaltung in der Nähe angekündigt. Diese Nachricht und was aus ihr folgte, hält die Wrestling-Szene in Atem: Die Spekulationen um ein überraschendes Comeback beim neuen WWE-Rivalen blühen - und werden immer verworrener.

Am Donnerstag hatte Punk sich in einem Interview zu seinem Termin bei der Fan-Convention Starrcast geäußert und Kritik an den Anwerbeversuchen von AEW geübt.

Die Folge: Fans und Experten rätseln, ob Punk das Interview so meinte, wie er es sagte oder ob er bewusst Konfusion gestiftet hat, um einen Auftritt bei AEW einzuleiten.

Anzeige

AEW-Vizechef Cody Rhodes hat darauf mittlerweile reagiert und die Verwirrung komplett gemacht. Er hielt in Bezug auf Punk fest: "Ich wäre nicht überrascht, wenn er zurück zu WWE gehen würde."

CM Punk bestätigt "Angebot" von AEW

Punk hatte zuvor in einem längeren Gespräch mit ESPN bestätigt, erst vor kurzem wieder ein Angebot von AEW erhalten zu haben. Nach seinen Angaben war er über die Art und Weise aber nicht begeistert.

"Zuletzt habe ich eine Textnachricht von Cody bekommen", berichtete Punk: "Ich weiß manchmal fast nicht, wie ich antworten soll. Wenn ich antworte, geben sie Interviews und erzählen: 'Oh ja, ich habe gerade mit Punk geredet.'"

Wenn jemand etwas von ihm wolle, so Punk, "können sie doch zu mir kommen und reden. Angebote über Textnachrichten ist kein guter Weg, Geschäfte zu machen". Auf Nachfrage, ob er ein konkretes Angebot gegeben habe, erklärte Punk dann: "Es lief eine Textnachricht über drei Personen und dann kam ein Angebot. Das war vor etwa einem Monat." Es sei ein "generelles Angebot" gewesen, nicht konkret auf All Out bezogen.

Punk rekapitulierte auch, dass diverse AEW-Verantwortliche in Interviews und Videos über ihn gesprochen mit Andeutungen gespielt hätten: "Wenn ich Matt Jackson schreibe 'Habt eine tolle Show heute' - wie ich es vor ihrer großen Show in Vegas getan habe - endet das damit, dass Tony Khan Leuten erzählt, er hätte eine tolle Beziehung zu mir. Ich habe schon früher gesagt, dass ich mit ihnen geredet habe, aber es ist nichts dabei rausgekommen." Milliardärssohn Khan ist der Präsident von AEW, der mit Punk befreundete Jackson von Young Bucks ein weiterer seiner Stellvertreter.

Wrestling-Comeback? "Ich bezweifle es"

Ist immer noch nichts rausgekommen? Punk hat in der Vergangenheit immer wieder klar gesagt, dass er mit dem Wrestling fertig sei, hier ließ er sich aber nicht ganz festnageln. "Wenn es hier jetzt eine Erwartungshaltung gibt, haben nur sie sie aufgebaut", sagte er nur: "Die Leute versuchen sich in Kaffeesatzleserei, aber es gibt nichts zu lesen."

Der konkreten Nachfrage, ob "auch wirklich nichts anstehe", weicht Punk dann aber aus. Und auch auf die Frage, ob er 2020 in irgendeiner Form wieder mit dem Wrestling verbunden sein würde, antwortete Punk diesmal "nur": "Ich bezweifle es." In der Vergangenheit klang das kategorischer, etwa als er 2018 festhielt, nur eine Zeitmaschine könne ihn zum Wrestling zurückbringen.

Cody Rhodes: "Wäre nicht überrascht, wenn er zu WWE geht"

Spekulationen, dass zwischen Punk und AEW vielleicht doch etwas im Busch ist, sind die erwartbare Folge - und Rhodes' Reaktion am Samstag löste dann neues Rätselraten aus.

"Ich glaube, er wurde falsch zitiert", twitterte er: "Ich weiß, einer von uns hatte ihn persönlich getroffen und ja, ich habe ihm viele Textnachrichten geschickt, wenn wir keine Telefonverbindung aufbauen konnten, aber kein Vertragsangebot."

Recht aus dem Nichts hing Cody aber noch den Satz an: "Ich wäre nicht überrascht, wenn er zu WWE zurückgeht. Nichtsdestotrotz: Toller Wrestler und Typ. Die Tür ist immer offen, wenn er will."

Eine ehrliche Prognose? Ein Ablenkungsmanöver? Wenn ja, von was?

Auftritt bei Convention Starrcast

Punk hat seine Wrestling-Karriere nach seinem WWE-Aus 2014 beendet und ein Comeback wiederholt ausgeschlossen, ein Inkognito-Auftritt bei einer Independent-Liga in Wisconsin in diesem Jahr war ein Insider-Gag und kein Bruch dieser Garantie. Wichtig zu wissen ist auch: Punk hatte sich völlig mit WWE zerstritten und einen Rechtsstreit mit WWE-Arzt Chris Amann geführt, dem er vorwarf, ihn durch unsachgemäße medizinische Behandlung in Lebensgefahr gebracht zu haben. Den Kontakt zu allen alten Kollegen aus der Liga hatte er auch abgebrochen.

Im ESPN-Gespräch sagte Punk aber nun, dass er WWE nicht mehr "hassen" würde: "Ich habe all das hinter mir gelassen, vor langer Zeit."

Punk wird vor All Out bei der Convention Starrcast im nahe gelegenen Schaumburg auftreten. Punk soll bei der Convention ein Interview geben und Meet-and-Greets mit Fans bestreiten.

Starrcast ist auch nicht formell mit AEW verbunden, wenngleich ein geplanter Starrcast-Auftritt des Undertaker in diesem Jahr - und die damit verbundenen Spekulationen, er könnte dann auch bei AEW Double or Nothing dabei sein - schon für größere Verwerfungen sorgten. WWE reagierte letztlich damit, dass sie dem Taker einen neuen Vertrag gab und ihn damit vom Markt holte, der Starrcast-Auftritt fiel flach.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image