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Luke Perrys Sohn Jack Perry hofft als Jungle Boy auf den Wrestling-Durchbruch bei AEW
Luke Perrys Sohn Jack Perry hofft als Jungle Boy auf den Wrestling-Durchbruch bei AEW © AEW / Joao Ferreira
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München - Jack Perry alias Jungle Boy ist der Spross des verstorbenen Hollywood-Stars Luke Perry - und ein höchst vielversprechendes Talent des WWE-Rivalen AEW.

Bevor der berühmte Vater von Jack Perry starb, ging für beide noch ein Lebenstraum in Erfüllung.

Luke Perry, als Dylan McKay in der Serie Beverly Hills 90210 einst von Millionen Teenagerinnen angehimmelt, spielte für Regie-Gigant Quentin Tarantino, im gerade angelaufenen "Once upon a Time in Hollywood".

Sein Sohn, in der Wrestling-Welt bekannt als Jungle Boy, schloss einen großen Vertrag mit dem neuen, ambitionierten WWE-Rivalen All Elite Wrestling (AEW).

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Das Debüt seines Sohnes erlebte der Vater dann nicht mehr: Luke Perry starb im vergangenen März im Alter von nur 52 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Es ist der tragische Schatten über dem Start einer sehr vielversprechenden Showkampf-Karriere.

AEW setzt langfristige Hoffnungen in Jungle Boy

Bei der zweiten großen AEW-Show All Out an diesem Samstag macht der 22 Jahre alte Jungle Boy den nächsten Schritt im Ring, trifft zusammen mit dem frisch unter einen festen Vertrag genommenen Talent Marko Stunt und dem maskierten Luchasaurus auf das Trio SoCal Uncensored.

Es ist noch kein ganz großer Auftritt, Jungle Boy ist eher eine Art Langzeitprojekt der AEW-Macher um Milliardärssohn Tony Khan und Ex-WWE-Star Cody Rhodes: Noch ist er in der Under- bis Midcard, soll Erfahrung sammeln, von Veteranen lernen.

Es gibt aber gute Gründe anzunehmen, dass der junge Perry sich prächtig entwickeln kann: Er ist zwar auch für heutige Wrestler-Verhältnisse schmächtig (1,70 cm, unter 70 kg), aber athletisch, hat einen kreativen Ringstil und einen einprägsamen Charakter. Vor allem hat er das für junge Wrestler keinesfalls selbstverständliche Talent, vielen Zuschauern schlicht sympathisch zu sein und sie zum mitfiebern zu bringen.

Bei den ersten AEW-Show sorgten die Auftritte Jungle Boys schon für auffällig gute Zuschauer-Reaktionen.

David Arquette ist Trainingspartner

Wrestling-Fan wurde Perry (dessen Mutter Ex-Model und Gelegenheits-Schauspielerin Rachel Sharp ist) nach eigenen Angaben durch die WWE-Auftritte des skurrilen Boogeyman. Selbst aktiv wurde er 2016 in der kalifornischen Independent-Szene, Rhodes wurde durch die gemeinsamen Auftritte dort auf ihn aufmerksam.

Wissenswertes zum Thema Wrestling

Kurios: Zu Perrys Trainingspartnern zählt David Arquette - Freund und Schauspielkollege seines Vaters und bei Wrestling-Fans für seine Showkampf-Ausflüge berüchtigt (im Jahr 2000 krönte ihn der damalige WWE-Rivale WCW kurz zum World Champion).

Perry legte in Interviews jedoch stets Wert darauf, dass er sich nicht im Ruhm seines Vaters sonnen, sondern einen eigenen Weg einschlagen wollte.

Das Vermarktungspotenzial des Perry-Sohns wird AEW dennoch im Kopf gehabt haben, als die Liga ihn zu Beginn des Jahres verpflichtete. Auch Luke Perry war Wrestling-Fan und saß bei vielen Auftritten seines Sohns im Publikum.

Subtil bewegender Tribut

Als er starb, postete der Sohn ein auf subtile Art bewegendes Foto: Der Sohn im Ring-Scheinwerferlicht bei einer Show der Liga PWG. Der mitfiebernde Vater oben auf einem Zuschauer-Balkon.

"Er hat mich geliebt und bei allem unterstützt und mich inspiriert, das Beste aus mir zu machen", schrieb er dazu. Er wolle "alles tun, dein Erbe fortzuführen und dich stolz zu machen".

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