vergrößernverkleinern
Das Duell des Rennens: Black-Falcon-Mercedes gegen Rowe-BMW
Das Duell des Rennens: Black-Falcon-Mercedes gegen Rowe-BMW © VLN
Lesedauer: 5 Minuten
teilenE-MailKommentare

Eine neue persönliche Bestleistung, eine besondere Motivation und ein perfektes Paket - So lief der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft 2018

©

Vier Piloten strahlten am Ende des Rowe 6-Stunden-Ruhr-Pokal-Rennens mit der Sonne um die Wette. Hubert Haupt, Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Gabriele Piana fuhren beim Saisonhöhepunkt der VLN den ersten Mercedes-AMG-Sieg 2018 ein. Von der Pole-Position aus gestartet ließ das Black-Falcon-Quartett zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen und setzte sich nach 42 Runden - umgerechnet 1023,036 Kilometern - mit einem souveränen Vorsprung von 1:53.266 Minuten gegen die Verfolger durch.

In einem spannenden Finish hatte Rowe Racing mit den Fahrern Philipp Eng und Tom Blomqvist im BMW M6 GT3 gegen die Markenkollegen von Falken Motorsport die Nase vorne. Stef Dusseldorp und Alexandre Imperatori fehlten auf Platz drei nur 11,136 Sekunden auf Rang zwei.

Anzeige

"Ein fantastisches Rennen", freut sich Haupt. "Wir haben sechs Stunden lang keine Fehler gemacht und hatten ein perfektes Auto. Den Grund für unseren Triumph hat aber eindeutig Adam mit seiner fantastischen Pole-Zeit gelegt." Christodoulou hatte bei perfekten Bedingungen im Zeittraining in 7:55.723 Minuten die Bestzeit markiert.

"Das war die schnellste Nordschleifenrunde, die ich je gefahren bin", sagt der Brite. Die starke Konkurrenz im Nacken war für Nordschleifen-Routinier Metzger eher Ansporn als Grund zur Sorge. "Wir wissen, was wir können", so der Schweizer. "Wir kennen unsere eigenen Stärken und Schwächen genauso wie die der Konkurrenz. Am Ende hatten wir einfach das beste Gesamtpaket."

Knapp vorbei am fünften Sieg

Von 2012 bis 2015 gewann Rowe Racing das 6-Stunden-Rennen viermal in Folge. Seit 2016 ist der Mineralölkonzern Titelsponsor der Veranstaltung und fährt dem "Heimsieg" hinterher - so auch in diesem Jahr. "Ein Reifenschaden nach 17 Runden hat uns heute leider einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagte Eng. "Das war ärgerlich und uns war schnell klar, dass wir unter normalen Umständen keine Chance mehr auf den Sieg haben würden. Über Rang zwei freuen wir uns trotzdem."

Der Österreicher bestritt sein erstes Nordschleifenrennen 2018 und war nach seinen großen Erfolgen in der DTM froh, wieder in der Grünen Hölle Rennen zu fahren. "Das war megacool und im BMW M6 GT3 habe ich mich auf der Strecke auf Anhieb wieder wohlgefühlt. Das ist allerdings nicht verwunderlich, ich habe in diesem Cockpit glaube ich mehr Zeit verbracht als in einer meiner Wohnungen."

Als sich in der letzten halben Stunde der Abstand auf den vorausfahrenden Rowe-BMW verkürzte, keimte bei Falken Motorsport kurzzeitig Hoffnung auf, Platz zwei noch erringen zu können. "Wir haben Vollgas gegeben und in einer Runde 13 Sekunden aufgeholt", sagt Imperatori. "Dann haben wir aber schnell gemerkt, dass unsere Mitstreiter ihren Vorsprung nur verwaltet haben. Am Ende sind wir aber mit Platz drei sehr zufrieden. Ein tolles Ergebnis für ein tolles Team."

Hinter den beiden Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport und Manthey-Racing pilotierten Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach im Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau das schnellste Fahrzeug der GT3-Premium-Kategorie.

TCR-Heimsieg für den MSC Ruhr-Blitz Bochum

Ein Fahrer, für den das 6-Stunden-Ruhr-Pokal-Rennen ein waschechtes Heimspiel ist, feierte in der TCR-Klasse einen Heimsieg. Der Norweger Hakon Schjaerin, seit Jahren Mitglied im Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet, gewann zusammen mit seinen Landsleuten Alte Gulbrandsen, Kenneth Östvold und Anders Lindstad im Audi RS3 LMS die Tourenwagenklasse. Platz zwei ging an den Seat Cupra TCR von FEV-Racing vor einem der zwei Opel Astra TCR von Lubner Motorsport.

In der Tabelle bleibt es weiter spannend

Die beiden erstplatzierten Teams in der VLN-Fahrerwertung haben souverän abgeliefert. Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils gewannen im V4-BMW des Pixum Team Adrenalin Motorsport ihre Klasse genauso wie Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas im SP8-Ferrari von Racing one. Ihr Rückstand ist allerdings von 0,17 Punkten auf 0,38 Punkte angewachsen, da in der V5 zehn Fahrzeuge am Start waren, in der SP8 hingegen nur sieben.

Auch in der am stärksten besetzten Klasse war das Team Adrenalin Motorsport erfolgreich. Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen setzten sich bei den VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum gegen sage und schreibe 24 Gegner durch. Platz zwei ging an Manheller Racing. Das Podium komplettierte das Team Sorg Rennsport.

Der sechste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet bereits in zwei Wochen statt. Am 1. September geht die Saison 2018 mit Vollgas in die zweite Saisonhälfte. Das 41. RCM Grenzlandrennen des Rheydter Club für Motorsport führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image