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Erst Bestzeit, dann Unfall: Toyota übernachtet in Le Mans an der Spitze
Erst Bestzeit, dann Unfall: Toyota übernachtet in Le Mans an der Spitze © LAT
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Kamui Kobayashi fährt die Bestzeit, bleibt aber nur knapp vor SMP Racing - Anschließend wird der Toyota von Roberto Gonzales über den Haufen gefahren

Der Kampf zwischen Toyota und den privaten LMP1-Rennställen fiel zumindest im ersten Qualifying zur 87. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans sehr eng aus: Gerade einmal 0,472 Sekunden war Kamui Kobayashi im Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) schneller als Jegor Orudschew im SMP-Dallara #17 (Sarrazin/Orudschew/Sirotkin).

Toyota übernachtet damit mit einer Zeit von 3:17.161 Minuten auf der provisorischen Pole-Position. Das Qualifying ging jedoch nicht ohne Schockmoment für die #7 über die Bühne.

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Denn kurz vor dem letzten Drittel der Sitzung kam es zu einer Kollision der Spitzenreiter: Roberto Gonzales wendete nach einem Dreher im DragonSpeed-Oreca #31 (Gonzales/Maldonado/Davidson) in den heranstürmenden Mike Conway hinein. Das Resultat war ein wilder Unfall. Viel passierte dabei jedoch nicht, beide Fahrzeuge fuhren sogar vor Fallen der Zielflagge nochmal auf die Strecke.

Auch Fernando Alonso im zweiten Toyota hatte eine Schrecksekunde beim Überrunden des TF-Sport-Aston-Martins #90 (Yoluc/Hankey/Eastwood). Er bekam einen Schlag auf das Hinterrad und drehte sich.

Der Toyota #8 (Buemi/Nakajima/Alonso) übernachtet noch hinter dem Rebellion #3 (Laurent/Berthon/Menezes) auf der vierten Position. Im ersten Schlagabtausch blieb Sebastien Buemi im Verkehr stecken, die späteren Angriffe von Alonso reichten immerhin noch, als vierter LMP1 unter die Marke von 3:20 Minuten zu kommen.

Ligier an Oreca dran

Stark präsentierte sich auch der DragonSpeed-Dallara #10 (Hedman/Hanley/Van der Zande), der zwischenzeitlich auf der dritten Position lag. Ein Getriebeproblem kostete den Gibson-getriebenen Dallara BR1 jedoch viel Zeit. Letztlich reichte es noch zu Position fünf.

Vor dem unrühmlichen Unfall sicherte sich der DragonSpeed-Oreca #31 (Gonzales/Maldonado/Davidson) in 3:26.804 Minuten die LMP2-Bestzeit, dicht gefolgt vom Signatech-Alpine #36 (Lapierre/Negrao/Thiriet) und dem United-Autosports-Ligier #22 (Hanson/Albuquerque/Di Resta). Die besten fünf LMP2 rollen auf Michelin-Reifen.

Ford überrumpelt Aston Martin und Porsche

In der GTE Pro machten zunächst Aston Martin und Porsche die Sache unter sich aus. Doch am Ende holte völlig überraschend Harry Tincknell im Ganassi-Ford #67 (Priaulx/Tincknell/Bomarito) die Bestzeit in 3:49.530 Minuten.

Das ist insofern überraschend, als dass Ford lange Zeit überhaupt keine Rolle spielte und der nächstbeste Ford GT erst auf Rang zehn landete. Zudem wird Olivier Pla den Mechanikern des Ganassi-Fords #66 (Mücke/Pla/Johnson) mit einem Abflug in der (Achtung, Ironie) Corvette-Kurve eine Nachtschicht beschert haben.

Quantitativ ist Porsche das Maß der Dinge: Die 911 RSR #93 (Pilet/Bamber/Tandy), #91 (Lietz/Bruni/Makowiecki), #94 (Müller/Jaminet/Olsen) und #92 (Christensen/Estre/Vanthoor) landeten auf den Plätzen zwei, vier, fünf und sechs. Dazwischen schob sich auf Platz drei noch der Aston Martin #97 (Martin/Lynn/Adam), der die Sitzung lange Zeit angeführt hatte.

Ferrari mischte gut mit, muss sich dann aber doch mit Platz acht für den AF-Corse-488er #71 (Rigon/Bird/Molina) begnügen. Der #71 (Rigon/Bird/Molina) trotzte seiner ungünstigen BoP und fuhr auf die neunte Position. Negativüberraschung: Die beste Corvette kam nur auf Rang elf.

In der GTE Am übernachtet der Dempsey-Proton-Porsche #88 (Hoshino/Roda/Cairoli) mit einer Zeit von 3:52.454 Minuten auf der provisorischen Pole-Position. Ihm folgen zwei weitere Porsche 911 RSR, erst dann kommen der beste Aston Martin und Ferrari.

Am Donnerstag stehen zwei jeweils zweistündige Qualifyings um 19 und 21 Uhr auf dem Programm.

© Motorsport-Total.com

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