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München und Austin - Sebastian Vettel hadert nach seiner Kollision mit Ricciardo in Austin mit sich. Hamilton lobt Räikkönen und Ferrari. Verstappen zerstört seinen Schuh. Stimmen.

Nächstes Drama um Sebastian Vettel beim Großen Preis der USA in der Formel 1: Bereits nach einer Runde kollidierte Vettel beim Überholversuch mit Daniel Ricciardo im Red Bull. Der Ferrari-Pilot drehte sich dabei und musste sich ganz am Ende des Feldes einreihen. 

Vettel ärgerte sich nach dem Rennen über die verschenkten Punkte und zeigte sich enttäuscht. Seiner Meinung nach hätte er das Rennen ohne die Kollision gewinnen können.

Währenddessen richtet man bei Mercedes den Blick bereits auf das kommende Wochenende in Mexiko, Fernando Alonso wütet mal wieder nach einem frühen Ausfall und Triumphator Kimi Räikkönen gibt sich von seiner gewohnt trockenen Seite. (Der Große Preis der USA zum Nachlesen im LIVETICKER)

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SPORT1 fasst die Stimmen von RTL, Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen:

Kimi Räikkönen: (Ferrari, Platz 1): "Es war ein tolles Wochenende. Ich konnte den Speed beständig halten und es hat gereicht. Am Ende waren meine Reifen nicht in bester Verfassung, aber da ging es Max ähnlich. Lewis war besser aufgestellt, aber wir haben versucht, konstant zu fahren und so über die Distanz zu kommen. Es war ein harter Kampf, aber das willst du als Fahrer und als Publikum haben. Natürlich freue ich mich mehr über P1 als über P2!" 

Max Verstappen: (Red Bull, Platz 2): "Nach guten ersten Runden war ich schnell auf Platz fünf und konnte mit meiner Pace vorne mithalten. Mit dem Undercut gegen Valtteri haben wir die richtige Entscheidung getroffen. Danach konnte ich mein Rennen fahren und zum Schluss sogar noch Druck machen. Lewis war lange hintendran, aber ich konnte zum Glück Zweiter bleiben. Ich habe mir sogar meinen Schuh aufgerissen, so hart habe ich gekämpft."

Lewis Hamilton: (Mercedes, Platz 3): "Gratulation an Kimi. Er hat einen super Job gemacht. Nach einem guten Start hatte er das Rennen ohne Fehler unter Kontrolle. Ich hätte gedacht, es würde besser laufen, aber mehr war nicht drin. Durch das Virtual-Safety-Car war es für mich natürlich ein einfacher Stop, aber dennoch gingen mir die Reifen am Ende aus. Trotzdem bin ich glücklich, in die Top-3 gekommen zu sein. Ferrari hat zugelegt an diesem Wochenende und wir warten auf das nächste Wochenende in Mexiko."

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Sebastian Vettel: (Ferrari, Platz 4): "Es freut mich für Kimi und es ist auch okay von ganz hinten noch auf Rang vier zu kommen, aber das ist nicht das, was wir wollten. Wir hätten heute mehr Kapital aus den Schwächen der Mercedes schlagen können. Es ist dennoch gut zu sehen, dass wir eine gute Pace hatten. Wir haben wieder einiges zu verstehen und zu lernen. In Mexiko ist es in vielerlei Hinsicht ein bisschen anders. Wir lassen uns überraschen. Wenn die Reifen ähnlich kritisch sind, wie hier, dann wird Red Bull stark sein. Sind die Reifen kein Problem, dann sind es die üblichen zwei." (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1)

…zur Kollision mit Daniel Ricciardo: "Wir waren Seite an Seite in der Kurve und ich hatte dann nicht wirklich viel Grip. Er wollte seine Linie behalten und daher haben wir uns berührt. Es ist jetzt das dritte Mal, dass ich auf gleicher Höhe war und derjenige bin, der sich dreht. Es ist bitter, denn sonst hätten wir das Rennen heute gewinnen können. Klar bin ich auch auf mich sauer. Das musste nicht sein. Ich habe gehört, er (Daniel Ricciardo, Anm. d. Red.) hat nicht gesehen, wo ich war. Es lief einfach unglücklich."

Nico Hülkenberg (Renault, Rang 6): "Ein fantastisches Resultat. Ich bin sehr erleichtert und glücklich, dass uns das gelungen ist. 14 Punkte sind für uns eine dicke Ausbeute. Die vergangenen Wochen und Monate waren ziemlich hart. Deshalb bin ich zufrieden mit dem heutigen Tag."

Fernando Alonso: (McLaren, ausgeschieden): "Das war mal wieder ein verlorenes Rennen. Es ist merkwürdig, dass einige Fahrer so ein niedriges Niveau haben. Aber es wird nichts getan, bis es eines Tages mal einen richtig üblen Unfall gibt. Es ist egal, ob sie Stroll bestrafen. Das Entscheidende ist, dass ich das Rennen nicht zu Ende gebracht habe. Wir sind seit Montag hier und bleiben bis Mittwoch. Das sind neun Tage, um 300 Meter zu fahren. Das hinterlässt einen schlechten Nachgeschmack."

Toto Wolff: (Mercedes-Motorsportchef): "Wir hatten heute einfach ein Problem mit unserer Pace. Das Auto war einfach nicht schnell genug. Man braucht jetzt nicht zu stressen, sondern einfach weiter gute Leistungen bringen. Jetzt müssen wir schauen, was wir hätten besser machen können. Und dann geht es beim nächsten Rennen weiter."

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