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Hockenheim - Sebastian Vettel startet vom letzten Platz in den Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring. Kann er sich ein Beispiel an seinem Erzrivalen nehmen?

Ein paar Meter entfernt donnerten die Motoren der Rivalen im Kampf um die Pole-Position, da war Sebastian Vettel schon bemüht, Ferraris Quali-Debakel auf dem Hockenheimring zu erklären (Formel 1, Rennen in Hockenheim: Sonntag ab 15.10 Uhr im Liveticker).

"Das Frustrationslevel ist extrem hoch. Es ist total enttäuschend, vor allem, weil es hier passiert", sagte Vettel. Nur 50 Kilometer von seinem Geburtsort Heppenheim entfernt erlebte der viermalige Weltmeister einmal mehr seine persönliche Heimspiel-Hölle.

Nach dem Fahrfehler in der Schlussphase des Rennens als Spitzenreiter im Vorjahr, wurde Vettel diesmal gleich zu Beginn des Qualifyings von einem Problem mit dem Turbolader gestoppt.

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"Es ist eine Schande"

"Heute morgen hatte ich noch ein gutes Gefühl. Ich denke, die Pole wäre möglich gewesen. Es ist eine Schande. Das war der schlecht möglichste Zeitpunkt für einen Defekt im Qualifying", erklärte der 32-Jährige.

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Auf den Tribünen schlugen die Ferrari-Fans die Hände über ihre roten Kappen, Teamchef Mattia Binotti starrte durch seine runden Brillengläser ins Leere.

Defekt stoppt auch Leclerc

Das Qualifying war für die Scuderia an Peinlichkeit kaum zu überbieten, glich einem Offenbarungseid. In einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen zertrümmert der so stolze italienische Traditionsrennstall sein Image immer mehr. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Zumal auch Charles Leclerc in Q3 mit technischen Problemen ausfiel und nur von Startplatz 10 ins Rennen gehen kann.

Vettel, der nach mehreren Fahrfehlern in dieser Saison diesmal keine Schuld am Dilemma trug, muss dagegen vom Ende des Feldes in den Großen Preis von Deutschland starten.

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Hamilton macht es Vettel vor

Ferraris doppelte Panne machte sogar die Konkurrenz sprachlos. "Ich weiß nicht, was da los ist", sagte Lewis Hamilton, der sich die Pole Position vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen und Valtteri Bottas im zweiten Mercedes sicherte.

Doch ausgerechnet Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter Hamilton macht Vettel zumindest ein wenig Hoffnung. Im Vorjahr raste der Brite von Startplatz 14 zum Sieg – begünstigt durch Regen in der Schlussphase des Rennens und Vettels Fahrfehler. Auch dieses Jahr ist die Regenwahrscheinlichkeit am Hockenheimring recht hoch.

"Im Rennen ist immer was drin", sagte Vettel dann auch: "Ich glaube immer an unsere Chance."

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